Auf Nummer sicher-Reifenwechsel im Frühjahr

Auf Nummer sicher-Reifenwechsel im Frühjahr

 

Reifenwechsel
Reifenwechsel nur vom Fachmann

Sven Jürisch

Von O bis O, so lautet die Devise beim Reifenwechsel. Und von Oktober bis Ostern hatten wir ja auch allen Grund mit den Winterreifen unterwegs zu sein. Doch nun ist Schluss mit den weichen Wintergummis und die schicken Alufelgen mit den (hoffentlich) gut profilierten Sommerreifen können ans Auto.

Profiltiefe messen
Vor dem Wechsel Profiltiefe kontrollieren

Bevor es allerdings zum Wechsel beim Reifenhändler geht, bietet es sich an, das Auto samt Winterreifen durch die Waschanlage zu fahren. Die Felgen und Reifen werden so vor dem Einlagern noch einmal richtig sauber und von allen Salzresten und Bremsstaub befreit. Bevor es dann zur Ummontage geht ,empfiehlt es sich, in jedem Fall einen Termin abzusprechen, denn prompter Service ist sonst gerade in den Wechselmonaten nicht zu gewährleisten. Sind die Sommerreifen und Felgen praktischerweise bei dem Reifenh ändler eingelagert, macht es Sinn, sich vor dem Termin zu erkundigen, ob überhaupt noch ausreichend Profil auf den Gummis ist, denn sonst ist die Ummontage vergebliche und vor allem teure Liebesmüh. Dabei ist nicht nur das Restprofil entscheidend, sondern auch das Alter der Reifen. Das Gummi altert nämlich mit den Jahren und der Reifen verliert an Elastizität, was sich neben schlechterem Fahrkomfort auch in einer abnehmenden Fahrsicherheit bemerkbar macht. Sind also die Reifen älter als fünf Jahre und ist auch das Profil bereits unter 3 mm abgefahren, sollte zum Ummontagetermin bereits ein Satz frischer Gummis am Start sein.

Mit Ökolabel weniger verbrauchen

 

EU-Label_CPC2_Basis
Ökolabel für Reifen spart Sprit

Dabei ruhig nach den Modellen fragen, die nach dem neuen Ökosiegel für Reifen eine besonders günstige Energie Klassifizierung haben. Das spart Kraftstoff und schont die Umwelt. Reifen haben ab letztem Jahr genauso wie Elektrogeräte einen Aufkleber mit der Energieeffizienzklasse, was die Auswahl erleichtert. Der Wechseltermin bietet sich im übrigen auch an, um die einzulagernden Winterreifen vom Fachmann auf ihre weitere Verwendung prüfen zu lassen, denn in nur sechs Monaten sieht man sich wieder, beim alljährlichen ReinRaufRunterRaus .

Kia Carens – Die Reifeprüfung

Kia Carens – Die Reifeprüfung
Kia Carens
Kia Carens – Die Reifeprüfung

Sven Jürisch

Kia ist schon lange nicht mehr der koreanische Billigheimer von einst. Mit dem komplett erneuerten Carens soll auch die Präsenz im Minivan Segment weiter ausgebaut werden

Sie sind einfach praktisch, diese Minivans. Sie fahren wie ein normaler PKW, lassen sich genauso parken und bieten doch bei Bedarf einer halben Fußballmannschaft Platz. Der Kia Carens war bislang in diesem Marktsegment nur im Mittelfeld unterwegs. Grund genug bei der nun präsentierten Neuauflage alle Trümpfe der aufstrebenden Marke auszuspielen.

Europäisches Design

Das ein Minivan nicht mehr nur praktisch sein muß, sondern auch durchaus ansehnlich sein kann, beweißt der Carens auf den ersten Blick. Europäisches Design, solide Verarbeitung und kein überflüssiger Schnickschnack, so lautet die Devise bei Kia. Der Carens präsentiert sich klar gezeichnet, ist dank großzügiger Fensterflächen einigermaßen übersichtlich und auch seine Türen und die Heckklappe öffnen praxisgerecht in großen Winkeln. Eine niedrige Ladekante erleichtert zusätzlich das Einladen schwerer Gegenstände, während die leicht angehobene Sitzhöhe den täglichen Umgang, etwa beim Montieren des Maxi Cosi, angenehm macht.

Kia Carens Kofferraum
Kia Carens – Die Vielfalt in Person

 

Doch ein Minivan wäre nicht ein Minivan, wenn es in seinem Inneren nicht zuginge wie in der Sofaabteilung eines Möbelhauses. Einsitzer, Zweiersofa oder doch ein flotter Dreier? Alles ist möglich im Carens, denn bis auf den Fahrersitz sind alle Sitzgelegenheiten frei falt-und umlegbar. Bei Bedarf verfügt der Carens über sieben Sitze und drei Sitzreihen, wobei bei voller Nutzung nur noch ein Stauraum von 103 Litern hinter der optionalen dritten Sitzreihe übrig bleibt. Besonders praktisch ist der nach vorn umklappbare Beifahrersitz, der sogar den Transport von Surfboards oder Teppichrollen im Innenraum erlaubt. Doch der Kia glänzt auch im Verborgenen mit Talenten. So überrascht der Minivan mit zahllosen kleinen Ablagen, einem von der Klimaanlage gekühlten Handschuhfach oder der herausnehmbaren Innenleuchte des Kofferraumes, die dann als Taschenlampe umfunktioniert werden kann. Und wer je mit einer lautstark jolenden Fußballtruppe im Fond parallel zur Straße einzuparken hatte, wird den optionalen Parkautomaten lieben lernen. Spätestens wenn er den Carens selbstständig in die freie Lücke bugsiert, herrscht garantiert ehrfürchtiges Erstaunen im Auto.

 

Basismotor ohne Power

Mit der ist es aber schnell vorbei, wenn man sich bei der Wahl des Motors vertut. Drei Vierzylinder sind im Angebot, von denen der kleinste Benziner mit dem 1,6 Tonnen Auto trotz seiner 135 PS seine Mühe hat. Das Aggregat dreht nur widerwillig über die 4.000 U/min und tut seinen Unmut darüber auch deutlich hörbar kund. Die Fahrleistungen sind dann auch bestenfalls nur Mittelmaß, was den Griff zu den beiden stärkeren Motoren erstrebenswert macht. Beste Wahl dabei, der drehmomentstarke Diesel (136 PS), mit dem der Kia alles das erledigt, was er soll. Er tritt zügig an, dreht locker aus und auch auf der Autobahn fällt der Selbstzünder nicht unangenehm auf und hält den Minivan mit bis zu 191 km/h gut in Trab. Das der Verbrauch angesichts der 331 Nm im Bereich um 6 Liter pendelt, geht angesichts der Größe in Ordnung. Deutlich mehr (9,5 Liter) genehmigt sich der 2,0 Liter Benziner Direkteinspritzer mit 166 PS,der sich aber nur für Wenigfahrer anbietet. Mit ihm knackt der Carens dann auch die 200 km/h Marke, was jedoch bei einem Minivan von eher untergeordneter Bedeutung sein dürfte.

Servolenkung gewöhnungsbedürftig

Allen Motoren gemeinsam ist die etwas gewöhnungsbedüftige Servolenkung, bei der fehlende Rückstellkräfte Neueinsteiger schon einmal erschreckt nachfassen lassen. Wer allerdings länger mit dem Carens unterwegs ist, wird sich an diese Petitesse schnell gewöhnen.

Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Das in Zukunft immer mehr Interessenten eines Minivans zu den Kia Kunden gehören könnten hat neben der sehr ordentlichen Qualität vor allem zwei Ursachen: Zum einen bietet Kia den Carens in der Basisversion für überraschende 19.980 Euro an, zum anderen ködern die Koreaner derzeit noch bis Juli mit einer umfassenden siebenjährigen Garantie und versprechen zudem noch ein kostenloses Map Update für das optionale Navisystem gehört. Zieht man dann noch das wachsende Händlernetz in Betracht, gibt es eigentlich kaum Gründe, die gegen den Carens sprechen.

Kia Carens aussen

 

Fazit: Kia hat mit dem neuen Carens ein sehr gutes Auto auf die Beine gestellt. Der Einstiegsmotor ist zwar etwas lahm, reicht aber in der Stadt aus. Mit praktischen Details und guter Ausstattung kann der Kia Carens ebenso punkten, wie mit einem niedrigem Preis.

 

Kia Carens in Kürze*:

Maße und Gewichte: Länge x Breite* x Höhe 4,525 (4,25) x 1,80 x 1,605 (1,60) m, Radstand 2,75 m, Wendekreis 11,0 m; Leergewicht ab 1458 kg, Zu­ladung 542-657 kg, Anhängelast gebr./12 %  1.300 kg; Kofferraum­volumen 103-1.820 l; Tankinhalt 58l.

Benziner:

1.6 GDI: Leistung 99 kw/135 PS, max. Drehmoment 165 Nm bei 4.850/min, 0–100 km/h in 11,3 s, Spitze 185 km/h; Normverbrauch 6,4 l  S/100 km, CO2-Ausstoß 149 g/km; Euro5; lieferbar mit Sechsgang-Schaltgetriebe, ab € 19.990,- .

2.0 GDI: 122 kW/166 PS, 210 Nm bei 4.700/min, 0-100 km/h 9,7 s (10,8) , 203 km/h (200 km/h); Normverbrauch  7,2 l S (7,9), 166 g ( 184 g) CO2/km; Euro5, ; lieferbar mit Sechsgang-Schaltgetriebe, ab € 22.990,- ; 6-Stufen Automatik gegen 1.250,- Aufpreis, Werte in Klammern.

Diesel:

1,7 CRDI: 100 kW/136 PS, 331 Nm (320Nm)  bei 1.750-2.500 /min, 0-100 km/h 10,4 s (12,0) , 191 km/h (186 km/h); Normverbrauch  4,8 l S (6,1), 127 g (159 g) CO2/km; Euro5, ; lieferbar mit Sechsgang-Schaltgetriebe, ab € 23.990,- ; 6-Stufen Automatik gegen 1.250,- Aufpreis, Werte in Klammern.

 

 

Nicht nur sauber, sondern rein

Nicht nur sauber, sondern rein

 

Autoreinigung
Ein Innenraum, wie aus dem Bilderbuch des Grauens

 

Sven Jürisch

Felgen mit Bremsstaub verdreckt, der Lack eher grau als grün und dann dieser Innenraum! Kurzum, nach dem langen harten Winter ist unser Opel Adam ein Fall für den Schönheitssalon. Doch nach der Vati Methode mit Eimer und Schwamm vor der Haustür wird das nichts. Denn das Autowaschen vor der Tür ist behördlich verboten und verursacht neben einem Großeinsatz der Umweltbehörde auch eine nachhaltige Rufschädigung in der Nachbarschaft aus. Also, geht’s ab zur Waschstraße.

 

Erste Station die Sauganlage. Innenraum entmüllen und sich dabei über längst verschollene Gegenstände freuen. Es findet sich eben alles wieder an, in einem ordentlichen PKW. Den Ascher nicht vergessen und gleich mit aussaugen. Wer es ganz ordentlich machen will, nimmt den Möbelpinsel aus  dem Wohnzimmerschrank mit  und bürstet die Lüftungsdüsen aus. Tierhaare vom letzten Besuch des Yorkshire Terriers lassen sich übrigens bestens mit einer Spezialbürste entfernen. Dann kommt der Sauger zum Einsatz.

Doch Achtung, angesaugt wird jetzt so ziemlich alles , was nicht niet-und nagelfest ist, daher zuvor noch einmal den Innenraum sorgfältig kontrollieren. Bei dieser Gelegenheit auch ruhig mal die Motorhaube öffnen (für völlig Unbegabte: Das ist der Hebel links unterhalb des Lenkrades) und das Laub in der Gegend der Scheibenwischer und unterhalb deren Abdeckung wegsaugen. Dann etwas guten Duft versprühen, die Scheiben mit Glasreiniger abwischen und mit Zeitung nachpolieren-fertig. Finger weg von Kunstoffreinigern mit Glanzeffekt, es sei denn, das Armaturenbrett soll danach glänzen, wie das Gesicht eines Gran Canaria Urlaubers nach dem Sonnenbad.

 

Bevor der zweite Teil der Putzaktion in der Waschstraße startet, bedarf es noch einiger Vorbereitung. Vorher aufgetragener Felgenreiniger verbessert das Reinigungsergebnis ebenso, wie die Behandlung der Front mit Insektenreiniger. Bei der Wahl des Waschprogramms nicht knausern, denn nur eine orgfältige Unterbodenwäsche schafft es, das Salz und den Dreck nachhaltig zu entfernen. Wenn der glänzende Adam dann aus der Maschine rollt, ist der Job noch nicht zu Ende. Mit Microfasertuch geht es um das Auto herum, die letzten Wasser-und Seifenreste beseitigen. Wichtig dabei: auch die Einstiege und Türen an den versteckten Stellen abzuwischen, nur so gelingt es den Winter endgültig auszutreiben. Die frisch gereinigten Winterreifen freuen sich vor der Einlagerung über eine Kur mit Gummipflegemittel, das verzögert  die Alterung und die Reifen halten länger. Wer mag, kontrolliert noch rasch die Türgummis auf Beschädigungen durch den Frost, füllt die blumige Sommerfrische in die Scheibenwaschanlage und wechselt die Gummis (natürlich die an der Scheibe !), denn schließlich sollen ja auch die Jungs auf der Straße sehen, wer in so einem sauberen Auto sitzt.

 

 

Autoreinigung
Ende gut, alles gut.so kann man sich mit Adam sehen lassen

Checkliste für Mutti’s Putzeimer

 

-Glasreiniger

-Tierhaarbürste

-Felgenreiniger

-Microfasertuch (2

-Tageszeitung

-Make up Pinsel o.ä.

-Kunstofffrisch (nicht glänzend)

-Verpflegung, gute Laune und etwas Kleingeld