Volkswagen up! Facelift – Kleines Geheimnis

Volkswagen up! Facelift – Kleines Geheimnis

 

 

 

Volkswagen up
Volkswagen setzt beim up! auf eine konservative Optik.

Volkswagen macht dem up! Beine. Mit 90 PS wird der renovierte Kleinwagen zu einem echten Spaßmobil.

 

Second Follower ist das Schlüsselwort. So nennt man es bei VW, einen Trend solange zu verschlafen, bis man mit einem gelungenen Produkt die Konkurrenz von hinter erschrickt und anschließend mit Schwung überholt. Mit dem up! hat VW mal wieder gezeigt, wie das geht. Seit dem Serienstart 2011 verkauften die Wolfsburger rund 700.000 Fahrzeuge – nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass der etwas bieder gestylte Kleinstwagen preislich gegen starke Lifestylemodelle, wie den Fiat 500 oder den Opel Adam antritt, die allerdings nicht einmal annähernd auf diese Verkauszahlen kommen. Damit es bis zu einem echten Nachfolger noch ein paar mehr up! werden, kommt im Sommer das Facelift Modell in den Handel.

Volkswagen up!
Scheinwerfer und Schürzen wurden gestrafft- mehr nicht.

Retuschen kaum sichtbar

 

Doch, wo bisweilen Eingriffe in das Blechkleid erfolgen, um die Kundschaft in die Versuchung zu führen, muss es bei der Aufwertung des VW up! der Griff in die preiswerte Trickkiste tun. Etwas geänderte Schürzen, ein wenig mehr Straffheit

Volkswagen up! Farbwahl
Bitte in Farbe. Volkswagen’s up! darf zukünftig etwas frecher daherkommen.

in den Scheinwerfern und etwas Maskara für die Rückleuchten. Das muss langen. Und damit Schluß ist, mit den Beschwerden über die biederen Niedersachsen bietet VW mit zahlreichen frischen Farben, trendigen Alufelgen und ein wenig Innenraum Chichi zwar kein neues Auto, aber zumindest die Illusion eines neuen Looks. Doch so richtig kann der up! nicht aus seiner Haut. Er ist eben nicht der rundliche Beau, der die Frauen bereits am Straßenrand verführt, sondern bleibt der Solidität ausstrahlende gute Freund für alle Tage, was ja kein Nachteil sein muss.

 

Technik aufgewertet

 

VW wäre aber nicht VW, wenn es zum Facelift nicht doch noch ein paar Bonbons zu verteilen gäbe. So darf im renovierten up! eine Klimaautomatik samt Allergiefilter die Insassen mit Frischluft versorgen, allerdings nur gegen einen Aufpreis von 900 Euro. Eine Summe die man auch in die optimierten Fahrerassistenzsysteme investieren könnte. Ob man die benötigt? Kommt darauf an, doch wer bei dem 3,60 Meter langen Steilheckstadtfloh Schwierigkeiten beim Einparken hat, mag sich über eine Rückfahrkamera und hintere Parkpiepser freuen. Die anderen dürfen diese 500 Euro getrost sparen und wählen nur das „Drive pack plus “ genannte Paket, was aus Tempomat, Regensensor und City Notbremsfunktion besteht. Und was ist mit all den anderen Assistenzsystemen, die VW im Programm hat? Weder ein Spurhalteassistent, noch einen Toten Winkel Warner darf der up! Fahrer bestellen, von einem Abstandsregler mal ganz zu schweigen. Doch, bitte immer bedenken: Wir sind im untersten

Volkswagen up! Lenkrad
Das Multifunktionslenkrad kommt aus dem Volkswagen Polo

Fahrzeugsegment. Wer mehr will, möchte doch bitte den Polo nehmen. Aus dem kommt übrigens das praktische Multifunktionslenkrad mit allerlei Bedienmöglichkeiten. Sieht gut aus, liegt angenehm in der Hand und eigentlich sollte man mit ihm auch die Sprachbedienung der neuen Handynaviagtion bedienen können, doch die hierzu von VW zur Verfügung gestellte App ist derzeit noch unpässlich. Nicht das einzige Problem der preiswerten Handynavigation. Schon der klapprig wirkende Handyhalter auf dem Armaturenbrett mit seinem fummeligen Ausrückknopf ist spätestens nach der dritten Benutzung nervig. Und steckt das Handy erst einmal im Halter, versperrt entweder der obere Haltebügel die Sicht auf die schlecht skalierte Karte oder das unvermeidliche Ladekabel stört das attraktive Cockpitstyling. Hinzu kommt ein unterdurchschnittlicher Bedienkomfort und eine bisweilen lächerliche Systemsatbilität. Kurzum: Das Geld kann man sich sparen und beim nächsten Elektronikmarkt in eine vollwertige Navigation investieren. Gespart hat VW sich auch die Optimierung zweier anderer up! Kritikpunkte: Nach wie vor gibt es hinten nur Ausstellfenster und die Lenksäule ist auch beim neuen Modell nur in der Höhe, nicht aber in der Länge verstellbar. Dafür ist der elektrische Fensterheber der Beifahrertür nun endlich von der Fahrerseite aus zu steuern- so geht Innovation in Wolfsburg.

Volkswagen up! Innenraum
Auch im Innenraum fielen die Veränderungen überschaubar aus.

Flotter Dreier

 

Genug gemeckert, denn der up! Fährt ja meist in bekanntem Gebiet zwischen Kita und Einkaufsmarkt und dafür benötigt man nur selten eine Navigation. Aber etwas mehr Leistung wäre nett, denn bislang war bei 75 PS Schluß im up!. Gerade bei Überholvorgängen etwas wenig, zumal es dem Dreizylinder Sauger an Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlbereich mangelt. VW schafft jetzt Abhilfe in Form des neuen 1,0 Liter Dreizylinder Turbobenziners mit 90 PS. Dieser Motor, den Audi in ähnlicher Fom im A3 einsetzt, ist es denn auch, der die Produktaufwertung zu einem gelungenem Ereignis werden läßt. Turbinenartig dreht das Aggregat hoch, bleibt dabei aber stets gedämpft im Hintergrund und liefert die Leistung kontinuierlich ab. Störendes Turboloch oder Vibrationen? Fehlanzeige. Die Fahrleistungen können sich ebenfalls sehen lassen. Binnen 9,9 Sekunden geht es auf 100 km/h und erst bei 185 km/h ist Schluß. Dabei liegt der up! sauber auf der Straße und benimmt sich, wie ein Großer. Selbst in viel zu schnell angefahrenen Kurven macht er dem Fahrer keinen Streß und läßt sich sicher um die Kurven zirkeln. Das der Verbrauch, trotz der Mehrleistung im Rahmen bleibt (Testverbrauch Ca. 6,8 Liter), ist ein schöner Nebeneffekt, der wieder einmal zeigt, dass man mit etwas Reserve an Leistung nicht nur entspannter, sondern auch sparsam fahren kann. Als besonders Bonbon kommt zum Abschluss dann noch der Preis ins Spiel. Nur 650 Euro Aufpreis im Vergleich zur 75 PS Version verlangt VW für die 15 Mehr PS und deutlich mehr Fahrspaß – ein echtes Schnäppchen. Und so bleibt am Ende das Fazit, dass das Facelift in diesem Fall am gelungensten ist, wo man es nicht sieht- nämlich im Motorraum.

            

Fazit: Schlecht war der up! noch nie, durch den neuen Motor ist er aber ein Stückchen mehr zum Vollwertwagen geworden, Die restlichen Neuheiten sind allerdings nur bedingt gelungen und machen aus dem biederen Niedersachsen noch lange keinen stylishen Italiener. Doch das war ja bislang auch kein Kaufhinderniss.

 

Bildquelle: Volkswagen

 

 

Technische Daten Volkswagen up! :

 

Motoren:

 

Benziner: 1,0 – Liter , 60-90 PS

 

Getriebe: Fünfgang-Schaltgeriebe, optional automatisiertes Schaltgetriebe

Karosserie: 3.600/1.389/1.990 mm, Radstand : 2.407 mm, Leergewicht: 926-1.002 kg, Zuladung :319-422 kg , Gepäckraumvolumen: 213-913 Litern

Tankinhalt : 35 Liter

Preis: ab 12.350 Euro VW up! TSI (66kw)

 

Polo Facelift – Mutti wird ihn lieben

Polo Facelift – Mutti wird ihn lieben

 

 

Polo01

 

Wenn Volkswagen einen neuen Polo präsentiert, passiert erst einmal nichts. Denn, spektakuläre Überraschungen blieben bei den fünf Generationen, die die Wolfsburger seit 1975 von dem kompakten Fronttriebler auf den Markt brachten, weitgehend aus. Die Kundschaft liebt, genau wie beim Golf, die zurückhaltende Art des Polo und schätzt dessen klassenübergreifende Reputation. Mit einem Polo macht man nichts verkehrt, mit einem Polo fällt man nicht auf. Im Guten, wie im Schlechten.

 

 

Keine Experimente

 

Diesem Grundsatz, folgt auch der von VW etwas hochtrabend angekündigte „Neue Polo“. So neu ist der, in seinen Ausmaßen nahezu unverändert auftretende, Kompakte jedoch nicht. Man muss schon genau hinsehen, um die marginalen Änderungen an der Karosserie zu bemerken, denn teure Änderungen am Blech sparte sich VW. Renoviert wurde, was preiswert war. Scheinwerfer und Rückleuchten (jetzt optional in LED Technik) sind etwas moderner, dazu neue Schürzen und ein paar neue Trendfarben. Zurückhaltend auch die Änderungen im Innenraum. Ein neues Kombiinstrument, sowie einige (billig wirkende) Blenden rund um die neu gestaltete Heizungsbetätigung fallen kaum auf, waren aber auch nicht nötig, denn so richtig unansehnlich war der Vorgänger in dieser Beziehung nicht.

Polo10
Im Detail geändert – Der neue Polo

Neuheiten unter dem Blech

 

Unter dem Blech hat VW dagegen nahezu alles auf Links gedreht. Im Polo der neuesten Generation findet sich High-Tech vom Feinsten. Angefangen bei den deutlich sparsameren Motoren, die nun alle die Euro 6 Norm erfüllen, über eine elektromechanische Servolenkung, bis hin zu einem verstellbaren Sportfahrwerk, bietet der Polo Golf-Technik in kleinerer Verpackung. Neues auch bei den Motoren. Aus dem Konzern-Baukastensystem entstand ein Dreizylinder Common-Rail Dieselmotor mit leichtem Aluminiumkurbelgehäuse und wassergekühltem Ladeluftkühler. Mit 1,4 Litern Hubraum leistet der Selbstzünder zwischen 55 kW / 75 PS und 77 kW/105 PS. Dazwischen rangiert eine 66kW / 90 PS Version, die vermutlich den größten Verkaufsanteil haben wird.

 

Sportmodelle in Planung

 

Neben aller Wirtschaftlichkeit spielte bei den Polo Kunden seit Generationen aber auch die Sportlichkeit eine wichtige Rolle. War es zu Beginn der Kariere noch ein 75 PS starker Polo GT, der die Söhne den Polo-Schlüssel vom Schlüsselbord stibitzen ließ, so steigerte VW in den 90er Jahren das Feuer unter der Haube auf 113 PS. Der Polo G40 avancierte damals zum heißesten Gerät seiner Klasse. Zwei Jahrzehnte später bietet Volkswagen mit dem Polo GTI mit 141 kW / 192 PS ab dem Sommer das neue Spitzenmodell an. Und auch der GT Blue motion wird in erstarkter Form zurückkehren. Statt 103 kW / 140 PS lässt Volkswagen dann 110 kW / 150 auf die Vorderräder los. Ob auch der Allradantriebe 4motion in diesem Modell zum Einsatz kommen wird, ist derzeit noch nicht klar, wenngleich auch der auf identischer Plattform gebaute Audi S1 zu Spekulationen einlädt.

 

Sicherheit auf Phaeton-Niveau

 

Die eigentliche Überraschung des neuen Polo liegt im Bereich der Elektronik verborgen. Hier hat Volkswagen den vorwiegend im Stadtverkehr eingesetzten Kleinwagen mit den neuesten Sicherheits- und Assitenzsystemen ausgestattet, die der Konzern derzeit zu bieten hat. Serienmäßig gehört dazu die Multikollisionsbremse, die den Polo nach einem registriertem Crash selbstständig abbremst. Ein Müdigkeitssensor samt Regensensor gibt es optional, ebenso wie den Unfall verhindernden Front Assist, der mittels Radarsensor den vorausfahrenden Verkehr kontrolliert, im Ernstfall die Bremse „vorspannt“ und so einer verspäteten Reaktion des Fahrers die Gefährlichkeit nimmt. Zu diesem Feature gehört auch die City-Notbremsfunktion, mit der der Polo bis 30 km/h bei einer verzögerten Reaktionen des Fahrers im Kollisionsfall selbstständig zum Stehen kommt.

 

Die Apps an Bord

 

Sicher ist der Polo also, doch wie steht es um den Lifestyle. Hier musste VW bislang Herstellern wie Opel mit dem Adam das Feld überlassen, die mit modernen Radiogeräten den Kunden die Möglichkeiten boten, ihre Handys samt Apps problemlos ins Fahrzeug zu integrieren. Damit ist jetzt Schluss, denn ein App-fähiges Radiosystem in verschiedenen Ausbaustufen schafft den Anschluss an die Konkurrenz. Wenn gewünscht, sorgt ein hoch auflösender Touch-Bildschirm mit zahllosen Funktionen für zeitgemäße Unterhaltung und Navigation. Dazu kann das Gerät ausgesuchte Apps abbilden, die sich dann am Radio bedienen lassen. Das funktioniert derzeit zwar nur mit Android-Geräten, doch bei VW arbeitet man auch an Lösungen für Apple-Produkte.

 

Fazit: Volkswagen landet mit dem renovierten Polo einen Volltreffer. Das Auto übernimmt technisch die Führung im Segment und bietet zudem eine Vielzahl von Individualisierungsmaßnahmen. Das Update gibt es zudem kostenlos, denn der Grundpreis des ab Frühjahr erhältlichen Polo bleibt mit 12.450 Euro (60 PS Trendline) unverändert. Eine Tatsache, die neben der hohen Wertstabilität, nicht nur Mutti an dem Polo lieben wird.

Polo11

Ab Montag neu bei FrauinFahrt – Die Daimler E-Klasse

Ab Montag neu bei FrauinFahrt – Die Daimler E-Klasse
Verspricht Genuss auch in der Freizeit - E- Klasse von Damler
Verspricht Genuss auch in der Freizeit – E- Klasse von Damler

 

Frisch geliftet rollt die  E-Klasse von Daimler im Frühjahr zu den Händlern. Das der Business Liner nicht nur zum Abklappern von Terminen taugt, sondern durchaus Genuß verspricht, zeigt FrauinFahrt ab Montag in einem Erstkontakt. Freuen Sie sich drauf.