Ford Ka+ – Ford mit Hintertürchen

Ford Ka+ – Ford mit Hintertürchen

Ford KA+

Ford erneuert den KA und legt noch zwei Türen drauf. Ist der KA+ damit immer noch ein attraktiver Partner für die Shopping Tour? Frauinfahrt hat es ausprobiert.

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten KA von Ford. Das war doch? Genau diese ulkige kleine Knutschkugel, die Sie in die Disco, zum ersten Freund und zum ersten Job brachte. Zuverlässig und sicher. Wenn auch etwas klein, doch am Ende war das auch ganz ok, denn nahezu jeder Parkplatz passte. Das war in den Neunzigern und der Nachfolger des KA der ersten Generation war schon etwas größer. Er wurde in Kooperation mit Fiat gebaut, hatte aber dieses süße Knuddelgesicht von einst irgendwie verloren. KA Nummer drei kommt in diesen Tagen zu den Händlern und verblüft mit neuer Größe und vier Türen. Deswegen nennt Ford das Auto auch Ka+, doch gibt es ausser zwei zusätzlichen Türen noch einen  Mehrwert?

 

Wie groß ist er?

Natürlich ist die Größe des KA+ das erste wonach wir gekuckt haben. Vorne waren wir zufrieden, doch da war der Vorgänger auch ok. Man sitzt gut, hat alles im Blick und genug Ablagen gibt es auch. Sogar eine gummierte , wo das Handy klapperfrei abgelegt und geladen werden kann. Man braucht es im Ka+ auch nicht in die Hand zu nehmen, denn dank Bluetooth verbindet es sich super easy mit der Freisprechanlage im Ford. Natürlich kann der KA+ auch auf der zweiten Reihe punkten, schließlich ist der kleinste Ford nun deutlich länger, als sein Vorgänger, doch so richtig viel Platz gibt es für Erwachsene in der zweiten Reihe nicht. Für Kinder reichts und für die Hockey Mums entfällt nun das lästige Vorklappen der Sitze beim Einstieg der Rasselbande nach hinten. Die beiden zusätzlichen  Türen machen den Ka+ in dieser Hinsicht deutlich bequemer. Und auch in Sachen Kofferraum kann der Ka+ überzeugen. Für Fernreisen reichen die 270 Liter zwar nur bedingt, aber wer zu zweit reist, kann die asymetrisch geteilte Rückbank umklappen und zusätzlichen Raum schaffen. Dann fasst der Kofferraum stolze 849 Liter.

Detailmängel trüben das Bild

Erste Prüfung also bestanden, doch wie steht es um die Alltagstauglichkeit? Hier wendet sich das Blatt, denn der Ford  hat nicht nur Sonnenseiten. besonders unpraktisch fanden wir, dass sich die Heckklappe von aussen nur mit dem Schlüssel  öffnen ließ, das der Umklappmechanismus der Rückbank jede Art von längeren Fingernägeln umgehend abbricht und das der Heckklappenschließmechanismus das helle Sacko mit schmierigem Fett ruiniert. Gut dagegen die praktische und einfache Bedienung, die vielen Ablagen und die gute Sitzposition. Das es dennoch mit der Übersichtlchkeit nicht so weit her ist, macht ja nichst- wozu gibt es denn Parkpiepser?

Wie fährt er sich?

Ford KA+

Der Ka+ ist gewachsen und macht Lust auf eine große Tour? Dann einsteigen und ab geht’s. Das Fahrwerk macht Laune, Kurven pariert der Kleine perfekt und auch Bodenwellen und Verwerfungen jedweder Art kommen nicht unangenehm bei den Insassen an. Dazu passt die Lenkung, die ebenfalls schön direkt ist. Doch was ist mit dem Motor? Wir fuhren den 1,2 Liter Benziner, den es mit 70 und 85 PS gibt. Unauffällig wäre zwar geprahlt, denn so richtig leise läuft der kleine Vierzylinder nicht, doch wenn man im Verkehr mitschwimmt, fällt der etwas ruppige Lauf nicht weiter auf. In Sachen Fahrspaß darf man ebenfalls keine Wunder erwarten, schließlich ist der Ka + ganz schön gewachsen und mit 1.055 Kilogramm auch kein echtes Leichtgewicht mehr. Dafür überzeugt der Ford in Sachen Fahrkomfort. Der KA+ liegt in jeder Situation sicher auf der Straße und selbst wenn man mal viel zu schnell war, pariert der KA+ plötzliches Abbremsen in der Kurven lässig. ABS und ESP regeln dann den Rest.Noch ein Wort zur Lenkung: Sie ist ziemlich direkt und schafft es, den KA+ zwischen zwei Bordsteinen in einem Rutsch zu wenden, so den 10,7 Meter dazwischen sind.

Reicht der KA+ als Erstwagen?

Ford KA+

War der erste Ka von Ford auf langen Touren wirklich nur etwas für Hartgesottene, ist die dritte Ausgabe problemlos als Erstwagen zu verwenden. Selbst wenn es mal mehr als 300 Kilometer am Stück sein sollen, macht der KA+ eine gute Figur. Eine Höchstgeschwindigkeit von 159 bzw. 169 ist nämlich inzwischen auf deutschen Autobahnen völlig ausreichend. Dazu kommt der gute Komfort, der allenfalls durch den etwas lärmigen Motor getrübt wird. Man sollte allerdings wissen, wohin man will, denn eine Navigation bekommt man bei Ford weder für Geld noch für gute Worte. Doch so schlimm ist das eigentlich nicht, denn schließlich hat man das TomTom ja sowieso im Handschuhfach. Am Ende vermisst man auch nach langen Touren mit dem KA+ nicht wirklich etwas, sodaß der kleinste Ford in der Tat als Erstwagen durchgeht.

Was kostet der Spaß?

Ford KA+

Ab 9.990 Euro rollt die einfachste Version zu den Händlern. Einfach heißt dann aber wirklich sehr einfach, denn nicht einmal eine Klimaanlage ist dann mit an Bord. Der etwas stärkere Motor kostet 11.400 Euro und ist auch nur in Kombination mit der Cool&Sound Version lieferbar. Der empfehlenswerte Parkpilot geht dann nochmal mit 350 Euro extra,dazu die Bluetooth Anbindung füs Handy und am Ende ist man mit ein paar Alufelgen bei über 12.000 Euro gelandet. Viel Geld für ein in Indien genautes Auto und mal ehrlich, am Ende des Tages zuviel für einen kleinen Stadtflitzer, der zwar keine echten Schwächen hat, dem aber irgendwie das Besondere fehlt. Angelehnt an den alten Ford Werbespruch muss man den Kölnern zurufen: Ford, tut doch noch etwas mehr, um uns am Ende zu überzeugen.

FiF Fakt: Der neue KA+ ist ein gutes, aber in einer etwas ansprechenden Version auch teures Auto. Ford hat es leider versäumt, dem einst so niedlichen Kleinwagen irgendetwas Besonderes mit auf den Weg zu geben. Denn gute Kleinwagen bauen inzwischen auch alle anderen und verkaufen sie mitunter zu einem besseren Preis.

 

Golf Sportsvan- Es lebe der Sport

Golf Sportsvan- Es lebe der Sport

 

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Volkswagen ersetzt den betulichen Golf plus gegen einen schicken Van. Frauinfahrt war mit dem neuen Golf Sportsvan unterwegs.

 

Überrascht reibt man sich die Augen. Da hat es Volkswagen doch tatsächlich geschafft, von dem seit gefühlt zwanzig Jahren gebauten Golf plus rund 200.000 Autos zu verkaufen. Das das Auto populär war, hatten wir angesichts der zahllosen Staus im Bundesgebiet ja fast schon geahnt, doch das es so viele Anhänger im Dunstkreis der silver ager fand, erstaunt dann doch schon. Wie auch immer, wer etwas Sportliches suchte, wurde in diesem Segment bei VW bislang nicht fündig. Doch damit ist nun Schluß, denn ab Anfang Juni steht der komplett neue Golf Sportsvan bei den Händlern.

Design der Neuzeit

 

Wer den neuen Golf Ableger ein erstes Mal sieht, ist begeistert. Das rundliche, bucklige Design des Vorgängers ist endlich passe’. Das gilt auch für die glubschäugigen runden Heckleuchten, beim Golf Sportsvan herrscht die Sportlichkeit der Neuzeit. Gerade Linien, straff und stringent und schön dynamisch kommt er daher, vielleicht eine Spur zu unaufgeregt, aber das ist ja gerade das Geheimrezept der Niedersachsen. Denn was heute gut aussieht aber nicht komplett extrovertiert daherkommt, macht auch in 5 Jahren noch eine gute Figur und das ist wiederum gut für den Wiederverkauf. Klares Plus also für den Neuen, bei dem auch der Einstieg, das Raumgefühl und das Ladevolumen in Ordnung geht.

 

Premium Qualität wohin man sieht

 

Nach dem Einsteigen dann die nächste Überraschung: Der Sportsvan zeigt einmal mehr, was Volkswagen zum Marktführer macht. Fühl-und sichtbare Qualität überall. Im Innenraum wirkt jedes Detail in Materialauswahl und Verarbeitung hochwertig. Dazu bietet der Volkswagen soviel Individualisierungsmöglichkeiten, wie kaum jemand anderes in dem Marktsegment. Beispiel gefällig? VW liefert für Frischluftfans ein riesiges Panorama Glasdach mit elektrisch bedienbarem Sonnenschutz, für HiFi Anhänger eine excelent klingende Stereo-Anlage mit DynAudio Lautsprechern und für Technikfreaks eine Vielzahl von Assistenzsystemen, die bislang nur in der Oberklasse im Angebot waren. Darüber hinaus gibt es gegen Mehrpreis Annehmlichkeiten, wie einen Massagesitz, eine elektrisch ausklappbare Anhängerkupplung oder eine heizbare Frontscheibe. Das macht den Sportsvan praktisch allerdings auch teuer, denn beim Grundpreis von knapp 20.000 Euro dürfte es vermutlich nur in den wenigsten Fällen bleiben.

Qual der Wahl bei den Motoren

 

Der Grundpreis ist schon deshalb reine Makulatur, weil die Auswahl bei den Motoren nur in den seltensten Fällen auf den Basisantrieb fallen dürfte. Favorit wird vermutlich der laufruhige 92 kw Benziner mit 1,4 Liter Hubraum sein oder aber der 81 kw starke Dieselmotor. Beide sind bei Bedarf mit dem üblichen Automatikgetriebe (DSG) kombinierbar und machen aus dem Sportsvan einen gut motorisierten Allrounder. Zum echten Sportler wird der VW mit den Aggregaten freilich nicht, da kommen dann doch eher die leistungsstarken 125 kw Modelle in Betracht. Dann allerdings wird es mit der Traktion an den Vorderrädern schon mal eng, auch wenn der Sportsvan über eine elektronische Differentialsperre verfügt. Ein Allradantrieb wäre da schon schön, den liefert VW aber zum Zeitpunkt der Markteinführung nicht.

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Fahrspaß im Alltag

 

Doch nicht so sehr die Leistung macht den Fahrspaß im Sportsvan aus, sondern die Kombination von harmonischem Antrieb, perfekter Verarbeitung und gut abgestimmten Fahrwerks- und Lenkunskomponenten. Insbesondere wenn der Sportsvan mit dem optionalem Sportpaket ausgerüstet ist, wird er zum Golf für alle Fälle. Steht der Wahlschalter auf „Sport“, spricht der Motor und die Lenkung einen Tuck zackiger an und spannt das Fahrwerk die Dämpfer etwas straffer an als im Comfort Modus. Den gibt es natürlich auch und er dürfte im Alltag wohl die am meisten genutzte Abstimmungsart sein. Kleinigkeiten, wie ein Start Stopp System oder ein vollautomatischer Parkassistent sowie eine Kameralösung am Heck, die sogar ums Eck sehen kann runden das Angebot ab.

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Fazit: Der böse Senioren Alptraum Golf Plus ist endlich passe’ und VW trifft mit dem Sportsvan als Nachfolger ins Schwarze. Coole Optik, solide Antriebe und Verarbeitung sowie eine hohe Praktikabilität machen aus dem einstigen Lange Weile Auto einen echten allround Star, der vor der Oper genauso eine gute Figur macht, wie vor dem Kletterpark. Zu endgültigen Lifestyle Auto fehlt dem Sportsvan eigentlich nur noch eine Cross-Variante mit einem Allradantrieb, sowie ein brauchbares Fahrradträgerkonzept ala Opel.

 

 

 

 

 

Pro:

 

Attraktives, wertbeständiges Design

Hohe Verarbeitungs- und Materialgüte

Zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten

Großes Motorenangebot

Geräumiger und höchst variabler Innenraum

 

 

Contra:

 

Kein Allradantrieb lieferbar

81 kw Dieselversion nur Euro 5

Keine überzeugende Fahrradträgerlösung

Teilweise hohe Aufpreise für Extras

Nur durchschnittlicher Verbrauch der Benzinversion (1,4 TSI)

 

 

 

Peugeot 308 SW – Mut zur Lücke

Peugeot 308 SW  – Mut zur Lücke

Sven Jürisch

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Peugeot kommt endlich wieder in Fahrt. Die Kombiversion des Golf Konkurrenten 308 ist dabei ein weiterer Baustein zum Erfolg.

 

Totgesagte leben länger. Das abgegriffene Sprichwort trifft bei Peugeot einmal mehr zu. Die klammen Franzosen sind seit einem Jahr wie wach geküsst aus dem bösen Traum der Designabenteuer der Vergangenheit und haben mit dem kleinen Peugeot 208 und dem Golf- Konkurrenten Peugeot 308 endlich wieder zwei Trumpfkarten im Programm. Eine Kombiversion des Golf Konkurrenten, der 308 SW, soll diesen Trend jetzt fortsetzen. Gefälliges Design, ohne den riesigen Kühlergrill von einst, und attraktive Technik soll die Kunden ab Ende April wieder in Scharen zu den Peugeot Händlern locken.

 

Mehr Auto braucht kein Mensch

 

Vordergründig ist allerdings auch der 308 SW zunächst nichts anderes, als ein weiterer Kombi in dem in Europa so beliebten C-Klasse Segment. Er trifft dabei auf etablierte Mitbewerber, wie den Opel Astra Caravan, den Ford Focus Turnier oder den Golf Variant. Klar, dass er in Sachen Größe (Länge 4,58 Meter) und Raumangebot dem entspricht, was in der Klasse üblich ist. Das Raumgefühl ist auf allen Plätzen dann auch wie erwartet gut, die Übersichtlichkeit passt und der Kofferraum taugt für mehr als nur einen Besuch im Supermarkt. Das Gepäckabteil gestaltet sich zudem höchst variabel. Dank bequemer Ferntentriegelung schnalzen die Elemente der Rückenlehne bei Bedarf vor und schaffen ein bis zu 1.660 Liter großes Abteil, in dem sich, dank einer völlig ebenen Fläche von rund 2,0 Metern Länge, zu Not auch übernachten lässt. Verzurren kann man seine Siebensachen auch, denn Peugeot liefert ein Aluschienen-System gleich mit. Was es dagegen nicht gibt, ist eine Netztrennwand zwischen Passagieren und Ladegut; eigentlich unverständlich bei einem Auto was sich Sicherheit ganz groß auf die Fahne schreibt und im Euro NCAP-Crashtest mit fünf Sternen die Höchstpunktzahl abräumt.

Peugeot 308 SW01

Kleiner Gernegroß

 

Alles an Bord, die Fahrt kann losgehen. Am Start der neue Wundermotor der Franzosen. Ein 1,2 Liter Turbo Benziner mit wahlweise 110 (Einsatz in Deutschland erfolgt später) oder 130 PS. Der geringe Hubraum schreckt zunächst angesichts des Wagengewichtes von immerhin 1.420 kg, doch die Überraschung folgt auf den ersten Gasstoß. Der Dreizylinder 12-Ventiler hängt munter am Gas, dreht lustig knatternd aber, dank separater Ausgleichswelle, niemals unangenehm laut hoch und liefert, man staunt nicht schlecht, tatsächlich Dampf in allen Lebensalgen. Im Stadtverkehr gibt es bereits knapp oberhalb der Leerlaufdrehzahl sattes Drehmoment und ist die Strecke frei, flutscht der Ganghebel munter durch die Gassen des gut abgestuften und leicht schaltbaren Sechsgang-Schaltgetriebes. Das macht Laune  und animiert zusätzlich zur flotteren Gangart. Positiv: Der Mini-Motor knausert trotz der gebotenen Dynamik mit dem Sprit. Die Labormesswerte des Hersteller sind zwar im Alltag nicht zu erzielen, aber viel mehr als 4,9 Liter werden es wohl auch in Kundenhand nicht. Mithin auch ein Verdienst der guten Aerodynamik (cW 0,28) und der Stop&Start Anlage. Dass dem Peugeot der kleine Motor gut steht, beweisen auch die Messwerte; 12,6 Sekunden braucht er von 0-100 km/h und bei knapp 200 km/h endet der Vortrieb. Eigentlich genug, oder? Wem das nicht reicht, der wählt entweder den 1,6 Liter Vierzylinder-Benziner mit 156 PS oder einen der zahlreichen Dieselmotoren, bei denen der 2,0 Liter mit 150 PS eine gute Figur macht, sieht man einmal von der Antrittsschwäche im unteren Drehzahlbereich und dem anschließenden Leistungsüberfall auf die Vorderräder ab. Automatikliebhaber haben allerdings keine Wahl, denn Peugeot bietet derzeit ausschließlich diesen Motor mit einer 6-Stufen Wandlerautomatik zu einem Preis von 29.250 in der höchsten Ausstattungsversion an.

Hauptsache anders

 

Eigentlich alles in Butter für den 308 SW? Könnte man denken, doch leider erlaubt sich Peugeot im Innenraum eine stilistische Eigenart, die vermutlich Kunden der traditionellen Mitbewerber kaum nachvollziehen können. Ist das bereits im 208 eingeführte Tacho oberhalb des Mini-Lenkrades mit seinen gegenläufigen Anzeigen nach kurzer Eingewöhnung noch vertretbar, entpuppt sich die Bildschirmeinheit in der Mittelkonsole als sonderbare Technikvorführung mit geringem praktischen Nutzwert. Ohne Not hat Peugeot nämlich auch die Bedienung für die Klimaanlage in das nur mit einer Folientastatur ausgerüstete Gerät verbannt. Mit dem Erfolg, dass entweder Navigation oder die Heizungsregulierung eingeblendet wird, was bei einem Orts unkundigem Fahrer und einem temperaturempfindlichem Beifahrer für reichlich Zündstoff sorgt. Den gibt es aber auch, wenn man versucht eine Route mit mehreren Wegpunkten zu erstellen oder aber das Bluetooth-Handy anlernen möchte. Hinzu kommt, dass das Navi gelegentlich die Staatskasse mit Fahrempfehlungen für Einbahnstraßen aufbessern möchte oder sich die Bedieneinheit bei schräg einfallendem Sonnenlicht nur mühsam ablesen lässt. Insgesamt macht das in der Allure –Version serienmäßige Gerät keine Freude und andere Hersteller zeigen, dass so etwas deutlich komfortabler zu lösen ist, als bei Peugeot.

Preiswert ja, billig nein.

 

Doch trotz dieser unglücklichen Lösung überzeugt der 308 SW am Ende doch. Ist gar das Dynamik-Paket an Bord, mit dem das Gaspedal geschärft, die Lenkung direkter und der Sound sportlicher wird, spart man sich sogar den Sportwagen als Zweitwagen. All das kostet allerdings Geld, und das braucht Peugeot derzeit dringender denn je, will man mit weiteren überzeugenden Modellen aus der Krise fahren. Daher beginnt die Preisliste für den 130 PS Kombi mit durchaus selbstbewussten 20.450 Euro (Access-Version) und endet mit einigen schönen Dingen aus der Optionsliste bei rund 24.000 Euro. Der 2,0 Liter Diesel ist, da nur in der höchsten Ausstattung erhältlich, noch einmal  rund 4.000 Euro teuerer Nicht gerade wenig für den smarten Gallier, doch eigentlich ok, will man dem Einerlei deutscher Anbieter entfliehen und einen eigenen Stil in der Kompaktklasse pflegen. Und das war ja schon immer etwas teuerer.

Peugeot 308 SW03

Fazit:Der neue 308 SW ist insbesondere mit seinem kleinen Dreizylindermotor ein echter Tausendsassa. Sparsam, praktisch und endlich wieder mit einem gewissen Schick, macht er Hoffnung auf die neue Peugeot-Linie. Bleibt zu hoffen, dass der 308 SW keine Eintagsfliege im Programm der angeschlagenen Franzosen ist.

 

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