Dacia gibt Gas zum Discoutpreis

Dacia gibt Gas zum Discoutpreis

Rumänische Billigmarke bietet zahlreiche Modelle mit Gasantrieb zum Discoutpreis an.

Dacia

Dacia bietet ab sofort den Familienvan Lodgy, den Hochdachkombi Dokker und die Transportervariante Dokker Express mit Flüssiggasantrieb an. Alle drei Dacia Fahrzeuge sind zum gleichen Preis wie das jeweilige Schwestermodell mit dem Basisbenziner 1.6 MPI 85 erhältlich. Damit erweitert die rumänische Renault Tochter ihr Angebot bei den alternativen Antrieben deutlich, denn die Antriebe mit Flüssiggas gelten als besonders Umwelt schonend.

Familienvans mit alternativem Antrieb

Den Anfang macht der siebensitzige Dacia Lodgy Picknick 1.6 MPI LPG 85 für 11.490 Euro. Der geräumige Familienvan benötigt im Flüssig­gas­betrieb 8,6 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer und stößt 139 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Im Benzinmodus liegt der Kraftstoffbedarf bei 6,7 Liter, was einem CO2-Ausstoß von 155 Gramm pro Kilometer entspricht. Alternativ bietet Dacia die fünfsitzigen Ausstattungsversionen Lauréate (12.190 Euro) und Prestige (13.290 Euro) mit dem LPG-Antrieb an. Zwar muss man hinsichtlich Design und technik bei dem rumänischen Billigangebot einige abstriche machen, doch wer nicht so genau hinschaut, kann eigentlich mit dem Gebotenen zufrieden sein, basiert die Technik doch auf dem robusten Renault-Angebot der neunziger Jahre.

Idealer Familenfreund

Besonders beliebt war in der Vergangenheit auch der  geräumige Hochdachkombi Dokker. Er steht als 1.6 MPI LPG 85  ab 10.490 Euro zur Wahl und ist in den Ausstattungsniveaus Ambiance und Lauréate verfügbar. Bereits die Version Ambiance bietet serienmäßig zwei seitliche Schiebetüren für den bequemen Zugang zum Fond.  Luxus darf man zwar keinen erwarten, doch wer letztlich den Wagen nur zum Kita-Transport und zum Einkaufen nutzt, dem wird das vermutlich auch völlig gleich sein. Praktische Details und eine robuste Auskleidung im Innenraum machen den Simpel-Van zur ersten Wahl für alle die, bei denen es eher auf Solidität, denn auf Chichi ankommt.

Dacia
Im milden Dämmerlicht macht der Dacia eine attraktive Figur.

Praktisch auch für Kleingewerbe

Noch günstiger ist der robuste Kompakttransporter Dokker Express: In der Ausstattung Ambiance kostet der Hochdachkombi 8.490 Euro und verfügt bereits ab Werk über die Zentralverriegelung, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel und die Ablagegalerie über den Vordersitzen. Dazu kommen acht Verzurrösen im Laderaum für den sicheren Transport.

Sparen auch beim Finanzamt

Neben den günstigen Anschaffungspreisen sparen die Dacia Kunden durch die steuerliche Begünstigung von LPG (Liquefied Petroleum Gas) rund 40 Prozent bei den Kraftstoffkosten.

Aufprallsicherer Gastank ohne Einschränkungen des Kofferraumvolumens

Der aufprallsichere 34-Liter-Gastank der Dacia Modelle wird im Werk diskret in der Reserveradmulde unter der Ladefläche eingesetzt. So kann der große Kofferraum weiterhin unein­ge­schränkt genutzt werden. Der Start erfolgt immer im Benzinbetrieb. Sobald die optimalen Betriebs­parameter erreicht sind, schaltet das System automatisch in den Flüssiggasbetrieb um. Über einen Schalter in der Armaturentafel kann der Fahrer jederzeit wieder den Benzinbetrieb wählen.

Alle Dacia Modelle mit Flüssiggasantrieb bieten darüber hinaus die Neuwagengarantie über die Dauer von 36 Monaten oder eine Kilometer-Laufleistung von maximal 100.000 Kilometern.

Kia Carens – Die Reifeprüfung

Kia Carens – Die Reifeprüfung
Kia Carens
Kia Carens – Die Reifeprüfung

Sven Jürisch

Kia ist schon lange nicht mehr der koreanische Billigheimer von einst. Mit dem komplett erneuerten Carens soll auch die Präsenz im Minivan Segment weiter ausgebaut werden

Sie sind einfach praktisch, diese Minivans. Sie fahren wie ein normaler PKW, lassen sich genauso parken und bieten doch bei Bedarf einer halben Fußballmannschaft Platz. Der Kia Carens war bislang in diesem Marktsegment nur im Mittelfeld unterwegs. Grund genug bei der nun präsentierten Neuauflage alle Trümpfe der aufstrebenden Marke auszuspielen.

Europäisches Design

Das ein Minivan nicht mehr nur praktisch sein muß, sondern auch durchaus ansehnlich sein kann, beweißt der Carens auf den ersten Blick. Europäisches Design, solide Verarbeitung und kein überflüssiger Schnickschnack, so lautet die Devise bei Kia. Der Carens präsentiert sich klar gezeichnet, ist dank großzügiger Fensterflächen einigermaßen übersichtlich und auch seine Türen und die Heckklappe öffnen praxisgerecht in großen Winkeln. Eine niedrige Ladekante erleichtert zusätzlich das Einladen schwerer Gegenstände, während die leicht angehobene Sitzhöhe den täglichen Umgang, etwa beim Montieren des Maxi Cosi, angenehm macht.

Kia Carens Kofferraum
Kia Carens – Die Vielfalt in Person

 

Doch ein Minivan wäre nicht ein Minivan, wenn es in seinem Inneren nicht zuginge wie in der Sofaabteilung eines Möbelhauses. Einsitzer, Zweiersofa oder doch ein flotter Dreier? Alles ist möglich im Carens, denn bis auf den Fahrersitz sind alle Sitzgelegenheiten frei falt-und umlegbar. Bei Bedarf verfügt der Carens über sieben Sitze und drei Sitzreihen, wobei bei voller Nutzung nur noch ein Stauraum von 103 Litern hinter der optionalen dritten Sitzreihe übrig bleibt. Besonders praktisch ist der nach vorn umklappbare Beifahrersitz, der sogar den Transport von Surfboards oder Teppichrollen im Innenraum erlaubt. Doch der Kia glänzt auch im Verborgenen mit Talenten. So überrascht der Minivan mit zahllosen kleinen Ablagen, einem von der Klimaanlage gekühlten Handschuhfach oder der herausnehmbaren Innenleuchte des Kofferraumes, die dann als Taschenlampe umfunktioniert werden kann. Und wer je mit einer lautstark jolenden Fußballtruppe im Fond parallel zur Straße einzuparken hatte, wird den optionalen Parkautomaten lieben lernen. Spätestens wenn er den Carens selbstständig in die freie Lücke bugsiert, herrscht garantiert ehrfürchtiges Erstaunen im Auto.

 

Basismotor ohne Power

Mit der ist es aber schnell vorbei, wenn man sich bei der Wahl des Motors vertut. Drei Vierzylinder sind im Angebot, von denen der kleinste Benziner mit dem 1,6 Tonnen Auto trotz seiner 135 PS seine Mühe hat. Das Aggregat dreht nur widerwillig über die 4.000 U/min und tut seinen Unmut darüber auch deutlich hörbar kund. Die Fahrleistungen sind dann auch bestenfalls nur Mittelmaß, was den Griff zu den beiden stärkeren Motoren erstrebenswert macht. Beste Wahl dabei, der drehmomentstarke Diesel (136 PS), mit dem der Kia alles das erledigt, was er soll. Er tritt zügig an, dreht locker aus und auch auf der Autobahn fällt der Selbstzünder nicht unangenehm auf und hält den Minivan mit bis zu 191 km/h gut in Trab. Das der Verbrauch angesichts der 331 Nm im Bereich um 6 Liter pendelt, geht angesichts der Größe in Ordnung. Deutlich mehr (9,5 Liter) genehmigt sich der 2,0 Liter Benziner Direkteinspritzer mit 166 PS,der sich aber nur für Wenigfahrer anbietet. Mit ihm knackt der Carens dann auch die 200 km/h Marke, was jedoch bei einem Minivan von eher untergeordneter Bedeutung sein dürfte.

Servolenkung gewöhnungsbedürftig

Allen Motoren gemeinsam ist die etwas gewöhnungsbedüftige Servolenkung, bei der fehlende Rückstellkräfte Neueinsteiger schon einmal erschreckt nachfassen lassen. Wer allerdings länger mit dem Carens unterwegs ist, wird sich an diese Petitesse schnell gewöhnen.

Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Das in Zukunft immer mehr Interessenten eines Minivans zu den Kia Kunden gehören könnten hat neben der sehr ordentlichen Qualität vor allem zwei Ursachen: Zum einen bietet Kia den Carens in der Basisversion für überraschende 19.980 Euro an, zum anderen ködern die Koreaner derzeit noch bis Juli mit einer umfassenden siebenjährigen Garantie und versprechen zudem noch ein kostenloses Map Update für das optionale Navisystem gehört. Zieht man dann noch das wachsende Händlernetz in Betracht, gibt es eigentlich kaum Gründe, die gegen den Carens sprechen.

Kia Carens aussen

 

Fazit: Kia hat mit dem neuen Carens ein sehr gutes Auto auf die Beine gestellt. Der Einstiegsmotor ist zwar etwas lahm, reicht aber in der Stadt aus. Mit praktischen Details und guter Ausstattung kann der Kia Carens ebenso punkten, wie mit einem niedrigem Preis.

 

Kia Carens in Kürze*:

Maße und Gewichte: Länge x Breite* x Höhe 4,525 (4,25) x 1,80 x 1,605 (1,60) m, Radstand 2,75 m, Wendekreis 11,0 m; Leergewicht ab 1458 kg, Zu­ladung 542-657 kg, Anhängelast gebr./12 %  1.300 kg; Kofferraum­volumen 103-1.820 l; Tankinhalt 58l.

Benziner:

1.6 GDI: Leistung 99 kw/135 PS, max. Drehmoment 165 Nm bei 4.850/min, 0–100 km/h in 11,3 s, Spitze 185 km/h; Normverbrauch 6,4 l  S/100 km, CO2-Ausstoß 149 g/km; Euro5; lieferbar mit Sechsgang-Schaltgetriebe, ab € 19.990,- .

2.0 GDI: 122 kW/166 PS, 210 Nm bei 4.700/min, 0-100 km/h 9,7 s (10,8) , 203 km/h (200 km/h); Normverbrauch  7,2 l S (7,9), 166 g ( 184 g) CO2/km; Euro5, ; lieferbar mit Sechsgang-Schaltgetriebe, ab € 22.990,- ; 6-Stufen Automatik gegen 1.250,- Aufpreis, Werte in Klammern.

Diesel:

1,7 CRDI: 100 kW/136 PS, 331 Nm (320Nm)  bei 1.750-2.500 /min, 0-100 km/h 10,4 s (12,0) , 191 km/h (186 km/h); Normverbrauch  4,8 l S (6,1), 127 g (159 g) CO2/km; Euro5, ; lieferbar mit Sechsgang-Schaltgetriebe, ab € 23.990,- ; 6-Stufen Automatik gegen 1.250,- Aufpreis, Werte in Klammern.

 

 

Alternative Antriebe als Gebrauchte weiterhin Nischenprodukt- Danke, kein Bedarf

Alternative Antriebe als Gebrauchte weiterhin Nischenprodukt- Danke, kein Bedarf

Sven Jürisch

Der Gebrauchtwagenmarkt lahmt, auch bei neuartigen Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Diese  haben weiterhin den Charakter von Nischenprodukten. Am verbreitetsten sind Fahrzeuge mit Flüssiggas-Antrieb (LPG). Diese bivalenten Benzinermodelle wechselten im Februar 5.973 mal den Besitzer. Deutlich dahinter liegen erdgasfähige Autos mit 696 Besitzumschreibungen. Immerhin 535 mal betraf die Umschreibung ein Hybridfahrzeug, Elektrofahrzeuge wurden nicht gehandelt, was angesichts der geringen Anzahl von zugelassenen Fahrzeugen auch kein Wunder ist. Es bleibt abzuwarten, ob und wann der deutsche Endkunde sich von den Vorzügen der alternativen Antriebe überzeugen läßt. Denn eines machen die von Schwacke ermittelten Zahlen deutlich: Auch wenn der Preis stimmt, sind nur wenige Autofahrer bereit zu wechseln.

Zahlen: Quelle Schwacke

Auch Gebraucht kein Renner-Elektrofahrzeuge
Auch gebraucht kein Renner-Elektrofahrzeuge