Tokio Motor Show 2013 – Die Welt der kleinen Leute

Tokio Motor Show 2013 – Die Welt der kleinen Leute

 

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Tokio 22.11.2013

Mit Speck fängt man Mäuse, so ein altes japanisches Sprichwort. Und richtig, mit attraktiven Autos, die uns im Alltag unterstützen, statt zu behindern und dazu noch super trendy sind, machen die Japaner richtig Lust aufs Autofahren in der City. Wir haben Ihnen die lustigsten und schicksten Alternativen zusammengestellt.

 

Wieder eine Automesse? Wieder nichts als der übliche Prunk und Protz der Hersteller? Weit gefehlt, im fernen Tokio hat die Wende schon lange Einzug gehalten. Zwar findet sich im Straßenbild die ein oder an der Luxuskarosse europäischer Herkunft, doch das Gross der Japaner ist offenbar weit weg vom Statusdünkel europäischem Zuschnitts und orientiert sich vor allem an der Praktikabilität des fahrbaren Untersatzes. Das zeigen auch die Neuheiten und Studien, die die Hersteller auf der 43. Tokio Motor Show zeigten. Bis auf Volkswagen haben die Deutschen da wenig entgegenzusetzen.

Volkswagen in Tokio
Volkswagen ging mit dem twin up! in Tokio an den Start.

 

Kleinbusse sind der Hit

Okay, sie sind nicht sexy, aber mal ehrlich was ist Ihnen lieber ein geräumiger Louis Vuitton Beutel für den täglichen Beutezug oder das elegante Briefchen in das nix reinpasst? Eben. Und darum ist dieses Format in Japan der Hit. Vier Türen, gerne zwei davon als Schiebetüren, eine große Heckklappe und bequemer Ein- und Ausstieg. Wofür braucht man da noch all die unpraktischen Schrägheckmobile? Der Clou: auch am Weekend taugt der Minivan zum Luxuslaster, dann nämlich, wenn die Ehe mit dem Campingausflug einen zweiten Frühling erhält. Die Japaner haben es uns mit dem Hustler von Suzuki schon mal vorgemacht.

Enge ist sexy

 

Eng geht es auch in der zweiten Gattung der japanischen Automobilwelt zu. Die Micrcars sind in Japan bereits ein Renner. Schnell um die Ecke zum Bäcker oder zur Post, ohne erst lange den Benzinmotor anzuschmeißen? Mit den elektrischen Microcars ist das kein Thema. Die Leichtigkeit ist unerreicht, und da häufig keine Türen montiert sind ergibt sich dieses herrlich unbeschwerte „jump on jump off“ Gefühl. Autofahren mal anders, losgelöst von der Sorge ums heilige Blech, denn die Micros sind meist aus Plastik. Dumm nur, wenn dann die Nachbarin mit der S-Klasse einen versehentlich übersieht.

Bequemlichkeit geht vor

 

Auch für die älteren und weniger Mobilen unter uns hat die japanische Autoindustrie gesorgt. Autos mit Schiebetüren haben wir in Europa auch, aber wenn die B-Säule fehlt ist das schon mega praktisch und erleichtert das Einsteigen. Ist der Sitz dann noch elektrisch ausfahrbar und drehbar, mach das den Transport von älteren Mitfahren deutlich leichter. Das daneben auch für den jüngeren Autofahrer alle möglichen Erleichterrungen an Bord sind, versteht sich von selbst. Navigationsgeräte, Klimaanlagen und elektrische Heinzelmännchen beherrschen die japanischen Hersteller bis zur Perfektion.

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Schweres Los für deutsche Hersteller

 

Und die Deutschen ? Die haben ein Japan einen schweren Stand. Irgendwo zwischen alten Statusdenken (Mercedes, Audi und BMW) und hilflos wirkenden Lifestyle-Produkten (neuer Mini) versuchen sie ihr Glück in Japan, doch Trends setzen andere. Und so bleiben deutsche Autos nicht nur auf der Messe, sondern auch im japanischen Straßenverkehr eine Randerscheinung. Ein Zustand, an dem auch die erstmals präsentierte Studie des Volkswagen twin up!, einem up! als Hybridversion wenig entgegenzusetzen hat. Denn im Vergleich mit den Japanern mag der VW zwar technisch aufwändiger und durchdachter sein, nur ist er derzeit weder zu erwerben noch in absehbarer Zeit bezahlbar, da schon sein elektrisch betriebenes Serienpendant hierzulande 26.900 Euro kostet.

Wellness an der Tanksäule – Mit dem Porsche Panamera S E-Hybrid unterwegs

Wellness an der Tanksäule – Mit dem Porsche Panamera S E-Hybrid unterwegs

 

Porsche Panamera S E-Hybrid
Porsche Panamera S E-Hybrid

Sven Jürisch

Porsche frischt die Luxuslimousine Panamera auf. Und für alle, die angesichts der zunehmenden Umweltdiskussion bei so einem Auto ein schlechtes Gewissen haben, gibt es einen neuen Plu-in-Hybrid. Wir sind den Panamera S E-Hybrid gefahren.

Stau, jeden Morgen, jeden Abend. Wer kennt es nicht. Kaum, das man sich der City nähert, geht es nur noch stockend voran. Kein Problem, sitzt man doch in einer Limousine, wie dem Porsche Panamera mehr als kommod und die zahlreichen Features am Bildschirm sind bestens dazu geeignet, einem die Zeit zu vertreiben. Doch, mit dem ewigen Stop and Go bleibt auch Zeit, darüber nachzudenken, wie es wäre, wenn nicht die ganze Zeit der Sechs – oder Achtzylinder im Bug mit Leerlaufdrehzahl vor sich hin laufen müsste. Denn eines ist klar, Leistung braucht man im Stau kaum und so toll ist das mit den Abgasen in der Stadt auch nicht. Dazu kommt der Verbrauch, der zwar Dank Stop/Start System im Stillstand reduziert wird, aber schon bei der kleinsten Bewegung der Kolonne den Motor natürlich wieder anlassen muss. Das muss doch auch anders gehen, moderner, leiser und Umweltschonend.

Top gestylt ins Weekend:Porsche Panamera
Top gestylt ins Weekend:Porsche Panamera

 

Frischzellenkur dank moderner Ladestrategie

 

Im Porsche Panamera S E-Hybrid greift Porsche diesen Gedanken auf und stellt dem Verbrennungsmotor einfach einen kompletten Elektroantrieb zur Seite. Der Porsche fährt dann auf Knopfdruck bis zu 36 Kilometer lautlos, emissionslos aber dennoch ausreichend schnell und weit. Denn verzichten muss man im Panamera mit der umständlichen Bezeichnung Plug-in-Hybrid auf nichts, ist doch die Limousine mit der grünen Typenbezeichnung dem Credo der Marke verpflichtet. Der Wagen arbeitet, wenn man so will, mit der Kraft der zwei Herzen. Vorn im Bug schlägt der neu entwickelte 6-Zylinder Biturbo mit 333 PS, dahinter hat Porsche, wie beim Vorgänger Panamera S E-Hybrid, den 95PS starken Elektromotor untergebracht, erst danach kommt das serienmäßig verbaute Automatikgetriebe. Das komplizierte Zusammenspiel beider Motoren macht es, ohne Zutun des Fahrers, möglich, entweder nur elektrisch oder mit beiden Antrieben unterwegs zu sein. Damit der Elektromotor auch vom Start weg genug Saft hat, kann man den Panamera an der heimischen Steckdose aufladen. Alternativ dazu wird der Akku aber auch während der Fahrt oder beim Bremsen durch überschüssige Energie geladen. Letzteres nennt man Rekuperation und funktioniert natürlich auch im reinen elektrischen Fahrmodus, was die Reichweite, je nach Fahrprofil, noch einmal steigern kann.

Wie fährt er sich?

 

Ein Hybrid von Porsche, das war schon in der Vergangenheit Technik auf höchstem Niveau und so überzeugt auch der erste Plug-in-Hybrid mit völliger Problemlosigkeit auf der einen und jeder Menge Fahrspaß auf der anderen Seite. Der Luxusliner hat dabei den Porsche typischen Dampf, eine excelent schaltende Acht Gang Automatik und fährt sich, trotz seiner beachtlichen Größe, wendig, wie ein Polo. Soll es mal schnell von der Ampel los gehen, drücken der V6 Turbomotor und der E-Motor gemeinsam den Panamera in Windeseile nach vorn. Doch das verblüffende tritt erst in Spielstraßen oder Tempo 30 Zonen zu Tage. Lautlos gleitet der Porsche dann durch die Szenerie, immer begleitet von dem guten Gefühl trotz des großen Autos mit 0 Emissionen unterwegs zu sein. Das die Ladung des Akkus dabei, je nach Fahrweise, sogar bis zu 45 Kilometer hält, macht die Sache nur noch attraktiver, denn auf Knopfdruck verzichtet der Panamera auf das Anwerfen des Verbrennungsmotors und ist ausschließlich als Elektroauto unterwegs. Sehr praktisch, wenn man in Umweltzonen fahren möchte, in denen künftig nur noch Autos mit 0 Gramm Schadstoffausstoss  freie Fahrt haben werden.

Wie schick ist er ?

 

Der Porsche Panamera ist ein wuchtiges Auto, ohne Frage. Wer ihn kauft, wird die Größe und Eleganz seiner Karosserie genauso schätzen, wie die extrem hochwertige Verarbeitung des Innenraumes. Alles, was man anfasst oder bedient ist mit der Hingabe deutscher Ingenieure gebaut. Besonders fein, dass Aufpreis pflichtige „Burmester“ High-End Surround Sound-System, dass es problemlos mit der heimischen HiFi Anlage aufnehmen kann. Leder, edle Hölzer und reichlich blankes Aluminium runden den technokratischen Porsche Style im Innenraum ab. Ohne Zweifel, edler, als in der großen Porsche Limousine kann man derzeit kaum unterwegs sein.

Wie praktisch ist er ?

 

Ein Porsche ist kein Polo, was den Panamera beim Parken zum Problem werden lässt. Bis man den 5,20 Meter Koloss in der Innenstadt los wird, kann es schon mal dauern. Dazu erfordern die Breite des Porsche und die riesigen Türen weitern Parkraum, was den Porsche als Kandidat für das Vallet-Parking prädestiniert. Koffer, Tüten und Taschen sollten Sie dabei ebenfalls gleich vom Pagen ausladen lassen, denn die Tiefe des mit einer elektrischen Klappe ausgestatteten Kofferraums (445 Liter) erfordert unbequeme Tauchübungen, die bei Schmuddelwetter schnell die Kleidung an der Stoßstange verschmutzen lässt. Ebenfalls unpraktisch, die auf den ersten Blick verwirrende Vielfalt von Knöpfen im Innenraum . Doch letztlich besteigt man den Panamera in der Regel nicht als Mietwagen, sondern als eigenes Auto, weshalb sich ein intensives Studium der Betriebsanleitung zum Ausnutzen aller Möglichkeiten anbietet. Dann erfolgt die Bedienung der Funktionen nach wenigen Fahrten wie selbstverständlich und Frau kann bei Man durchaus mit der Komandogewalt über das Flagschiff punkten. Und mal ehrlich, wollten Sie  ihm nicht schon immer mal lässig vorführen, wie gut und schnell Sie den leckeren Italiener im Navi wiederfinden?

Was kostet er ?

 

Porsche Fahren ist Luxus pur, keine Frage. Und doch überrascht der Panamera S E-Hybrid mit einem Einstiegspreis von 110.409 Euro. Dafür gibt es quasi zwei Autos in einem, denn den E-Flitzer für die Stadt kann man sich fortan sparen. Mit einem Verbrauch von deutlich unter 9 Litern ist der Porsche in Anbetracht der Größe und der Fahrleistungen ungewöhnlich sparsam, wobei sich allerdings niemand die Hoffnung machen sollte, den Mehrpreis zum normalen Panamera durch die Einsparung des Elektroantriebes wieder hereinzufahren. Zusätzlich zum Hybrid-Package bietet Porsche moderne App Lösungen an, mit denen sich der Bedienungskomfort noch einmal steigern lässt. So kann der Panamera an heißen Tagen vorgekühlt werden, während im Winter die Heizung bereits vor dem Start ein wohliges Klima schafft. All diese Funktionen lassen sich vom Handy aus steuern, ein System, was kostenlos mitgeliefert wird.

Top gestylt ins Weekend:Porsche Panamera
Top gestylt ins Weekend:Porsche Panamera

 

Fazit: Porsche’s Panamera S E-Hybrid ist ein faszinierendes Auto, was belegt, dass eine Luxuslimousine trotz höchster Dynamik sparsam sein kann, wie ein Mittelklassewagen. Nach dem jüngsten Facelift sieht der Luxusliner noch attraktiver aus, als vorher und wer mag, kann nun sogar eine um 15 cm verlängerte Version mit mehr Platz für die Kiddies im Fond bestellen. All dieses macht die Limousine zum echten Allrounder, der die Anschaffung von Limousine, Kleinwagen und Sportflitzer überflüssig macht.

Weltpremiere des CrossBlue Coupé in Shanghai

Weltpremiere des CrossBlue Coupé in Shanghai
Volkswagen SUV-Studie CrossBlu

Wolfsburg, 19. April 2013

Am Messevorabend der Auto Shanghai 2013 präsentiert der Volkswagen Konzern die automobilen Highlights seines breiten Markenspektrums. Die Marke Volkswagen gibt auf der wichtigsten Automesse Chinas mit der Weltpremiere des CrossBlue Coupé einen Ausblick in die Zukunft.

Volkswagen SUV-Studie CrossBlue CoupKlaus Bischoff, Designchef der Marke Volkswagen, erklärt: „Das neue CrossBlue Coupé lebt von einem harmonischen Dreiklang: Es ist robust im Auftritt, sportlich in den Proportionen und von zurückhaltender Eleganz in der Skulptur und den Linien. Diese Studie wird zweifellos Einfluss auf künftige SUV-Modelle haben.“Das CrossBlue Coupé wird von einem ebenso sparsamen wie sportlichen Plug-In-Hybridsystem angetrieben. Dabei arbeitet ein V6-Turbo-Benzin- Direkteinspritzer (TSI) mit zwei Elektromotoren zusammen. Die maximale Systemleistung beträgt 305 kW / 415 PS. Wird dieses Leistungspotenzial abgerufen, avanciert das SUV zum Sportwagen: Die Studie ist in 5,9 Sekunden 100 km/h schnell, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 236 km/h.

Volkswagen SUV-Studie CrossBlue Coup

Trotz dieser beachtlichen Dynamik kommt das CrossBlue Coupé auf einen Durchschnittsverbrauch von lediglich 3,0 l/100 km (im neuen europäischen Fahrzyklus / NEFZ). Selbst im hybridischen Verbrauchsmodus (Teilzyklus mit entladener Batterie und reinem TSI- Antrieb) begnügt sich das fast 4,9 Meter lange SUV mit 6,9 l/100km. Über eine Distanz von 33 Kilometer kann das CrossBlue Coupé rein elektrisch und damit ohne Emissionen gefahren werden (bis maximal 120 km/h).

Das Coupé bietet fünf komfortable Sitzplätze und je nach Konfiguration bis zu 1.101 Liter Kofferraumvolumen. Im Interieur sorgt das Zusammenspiel von Formen, Farben und Materialen für ein edles, SUV- typisches Ambiente. Zudem sind alle wesentlichen Tasten im Innenraum als Softtouchschalter ausgeführt. Damit auch die Gäste im Fond in den Genuss multimedialer Unterhaltung kommen, wurde in die Kopfstützen der ersten Sitzreihe jeweils ein iPad-Mini integriert.

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