Cabriofeeling in Schleswig-Holstein

 

Frau fährt offen

Der Mercedes 300 Sl ist die Krönung des Offenfahrens

 

 

Sommer, Sonne, Cabrio. Und dazu eine echte Prise norddeutsche Landluft. FrauinFahrt läutet die Cabriosaison ein und macht Lust aufs Offenfahren.

 

Alle Jahre wieder beginnt pünktlich nach Ostern die große Oben ohne Zeit. Wie durch Zauberhand strömen bei den ersten Sonnenstrahlen die Cabriolets auf unsere Landstraßen, um auf abseits der Touristenrouten die Schönheit Schleswig-Holsteins zu erleben. Gerne dient dabei das Cabriolet als Mittel zur Steigerung des Lustgewinns, denn oben ohne lernt man Land und Leute einfach besser kennen.

 

 

Abwechslung zwischen den Meeren

 

Cabriolettouren zwischen Nord und Ostsee werden immer beliebter. Denn das, was bislang vornehmlich in Alpennähe stattfand, erfährt im nördlichsten Bundesland seit einigen Jahren einen enormen Aufwärtstrend. Natürlich braucht es zumindest für die ersten Oben Ohne Momente einen kräftigen Schal und nach Möglichkeit eine windfeste Kopfbedeckung. Doch wer den Wind im offenen Haar spürt, wird so schnell nicht wieder in ein Auto mit festen Dach umsteigen. Die Strecken über das Land sind dabei alles andere, als eintönig. Denn anders, als wenn man über die Autobahn seinem Ziel entgegeneilt, erlebt man in kleinen Ortschaften noch Land und Leute. Ruhig mal anhalten und auf einen Schnack stehenbleiben, lautet die Devise. Gelegenheiten dazu gibt es genug, denn was man oft übersieht, fällt beim langsamen Trip über die Dörfer schnell auf: Schleswig-Holstein hat noch echte Dorfkultur. Sei es im Dorfkrug mit Kaffeegarten oder an der kleinen Eisdiele am Dorfplatz. Das, was wir sonst nur in der Toskana zu finden glaubten, gibt es nämlich auch im „bi uns to hus“: Die Entschleunigung des Alltags. Dazu immer wieder kleine Museen, Denkmäler, Erlebnisbauernhöfe, Sehenswürdigkeiten und, und, und.

Mazda MX5

Mit dem Mazda MX5 zu zweit unterwegs

Gute Planung ist die halbe Miete

 

Um gewappnet zu sein für die Entdeckungstour, ist eine gute Vorab Planung unerlässlich. Soll es von der Nordsee zur Ostsee gehen? Oder fällt der Blick vielleicht eher auf Perlen von Holstein, wie Lübeck oder Plön? Entsprechend sollte das Zeitkontingent geplant werden, denn in der Ruhe liegt die Kraft. Und wer erstmal entdeckt hat, wie schön an einem Frühlingstag ein Zwischenstopp am traditionsreichen Hafen von Eckernförde samt Fischbrötchen ist, wird schnell den Luxus eines großen Zeitpuffers erkennen. Damit auch der Autoliebhaber auf seine Kosten kommt, dürfen gerne ein paar Kurvenstrecken in der holsteinischen Schweiz mit auf dem Tourenplan stehen. Ein paar Schwünge, etwa kurz vor der Stadt Malente, ersetzen zwar keine Alpenpässe, doch es macht trotzdem Spaß und die seichten Kurven ärgern den empfindlichen Magen des Beifahrers nicht übermäßig. Etwas Showlaufen sollte natürlich auch dabei sein. Schließlich will Mann (und Frau natürlich auch) die neue Offenheit präsentieren. Strandboulevards, wie die von Scharbeutz oder Timmendorf, sind da das Pflichtprogramm. In beiden Orten lässt sich auch hervorragend Quartier beziehen, wenn man denn vorab gebucht hat, denn inzwischen lebt die Ostseeküste auch in der Vorsaison wieder auf.

Cabriolets

Natur erleben

 

Wer erst etwas später seinen offenen Flitzer rausholt, dem steht ab Mitte Mai ein besonderes Erlebnis bevor. Sobald die Rapsblüte einsetzt geht es offen quer durch die gelbe Pracht. Beim Aussteigen das Dach bitte schließen, denn das Gelb auf den Sitzen macht ansonsten später Kummer. Schleswig-Holstein lädt daneben aber auch zum Picknick am See ein. Auf den Cabriolet Touren liegen zwangsläufig zahllose Seen mit charmanten Gelegenheiten für eine Rast. Die gute alte Picknick Decke darf also nicht fehlen, ebenso, wie ein Baguette und etwas Käse (den Rotwein gibt es nur für den Beifahrer). Kleiner Tipp: Vor dem Auslegen der Decke bitte auf die Ameisen achten, denn auch die gehören zum puren Naturerlebnis in unserem Bundesland. Und wenn es doch mal regnet? Dann bekommt die Fahrt mit dem Cabrio ein spezielles Flair. Zumindest für die Offenfahrer, deren Auto über ein Stoffdach verfügt. Der prasselnde Regen verwandelt das Mobil in jene romantische Höhle, über deren Verwendung sich jeder seine eigenen Gedanken machen kann.

Alfa Romeo Spider

Der Klassiker von Alfa. Alfa Romeo Spider

Mercedes SL – Erster Kontakt im neuen Outfit

Mercedes SL (8 von 15)

Neuer Auftritt für eine automobile Ikone: Ab April 2016 steht der Mercedes-Benz SL technisch und optisch deutlich optimiert zur Verfügung, ab Anfang 2016 kann er bestellt werden. FrauinFahrt traf den Supersportler in Coronado Californien, wo das Luxushotel Del coronado es eine herrliche Kulisse für den Stuttgarter abgab.

Neue Technik

Kraftvollere Motoren, Automatik-Getriebe 9G-TRONIC, DYNAMIC SELECT mit fünf Fahrprogrammen und Active Body Control mit Kurvenneigefunktion heben die Legende auf ein neues dynamisches Niveau. Die Alltagstauglichkeit wurde mit dem jetzt bis 40 km/h bedienbaren Verdeck und der automatischen Restkofferraum-Abtrennung gesteigert. Optisch wurde insbesondere die Front wesentlich sportlicher gestaltet, so sind unter anderem Motorhaube, Stoßfänger und Scheinwerfer neu.

Mercedes SL (3 von 5)

Neue Scheinwerfer und ein dynamischer Grill kennzeichnen den SL Jahrgang 2016.

Besonders auffällig ist die überarbeitete Front des neuen SL: Der serienmäßige, einzigartige Diamant-Kühlergrill verbreitert sich nach unten. Zwei Powerdomes akzentuieren die langgestreckte Motorhaube. Unverwechselbar wird der neue Auftritt des SL auch durch das neue serienmäßige LED Intelligent Light System mit weit nach außen gezogenem Scheinwerfergehäuse. Die sportliche Silhouette wird durch vergrößerte optische Luftauslässe mit flügelähnlichen Chromspangen in den dynamisch-breiten Kotflügeln und die auf der Bordkante aufgesetzten Außenspiegel betont.

In der Gallery haben wir Euch die Änderungen zusammengestellt:

Mercedes SL Innenraum Details

 

Breites Motorenprogramm

Das Modellprogramm besteht aus dem SL 400 mit auf 270 kW (367 PS) und 500 Nm gesteigertem V6-Motor (plus 25 kW/35 PS sowie 20 Nm) sowie dem SL 500 mit 335 kW (455 PS) starkem V8-Antrieb. Serienmäßig wird die Kraft von der neuen Neunstufen-Automatik 9G-TRONIC übertragen. Mit DYNAMIC SELECT lässt sich die Fahrzeugcharakteristik auf Knopfdruck in Sekundenschnelle verstellen, denn das System ändert auf Wunsch des Fahrers das Set-up von Motor, Getriebe, Fahrwerk und Lenkung.

Außerdem erhältlich sind die beiden Mercedes-AMG Modelle SL 63 und SL 65, letzterer mit V12-Motor.

Volkswagen bemüht sich um schnelle Lösungen – Umrüstung kommt voran

VW Sportsvan

VW ruft nach und nach alle betroffenen Fahrzeuge zur Umrüstung zurück.

Wolfsburg, 18. Februar 2016
Drei Wochen nach dem Beginn der Umsetzung technischer Maßnahmen für die von der NOx-Thematik betroffenen EA189-Motoren hat der Volkswagen Konzern in Deutschland mehr als 50 Prozent der ersten Welle erfolgreich abgearbeitet. Bis Donnerstag wurden rund 4.300 Volkswagen Amarok mit einer neuen Motorsteuerungs-Software nachgerüstet. Damit erfüllt das Fahrzeug die erforderlichen Grenzwerte zur Einhaltung der EU5-Abgasnorm.
Der Volkswagen Konzern hatte im Dezember 2015 dem deutschen Kraftfahrtbundesamt (KBA) die konkreten technischen Maßnahmen für die von der NOx-Thematik betroffenen EA189-Motoren vorgestellt. Wie vereinbart begann Volkswagen Ende Januar mit der Umsetzung der Maßnahmen für die Dieselmotoren mit 2,0 Liter Hubraum.Im Laufe der nächsten Monate erfolgt die Umrüstung der Motoren mit 1,2 und 1,6 Liter Hubraum. Den Anfang machte Volkswagen Ende Januar mit dem Modell Amarok. Im März folgt der Volkswagen Passat mit den betroffenen 2.0 TDI-Motoren. Voraussichtlich zum Ende des zweiten Quartals wird mit den Umrüstungen bei den 1,2 Liter-Motoren begonnen. Zum Abschluss der Rückrufaktion ab dem dritten Quartal des Jahres erfolgt die Umsetzung bei den Fahrzeugen mit 1,6 Liter-Motor.Für die 1,2 Liter, 1,6 Liter und 2,0 Liter-Motoren des Typs EA189 ist ein Software-Update vorgesehen, die reine Arbeitszeit nimmt weniger als eine halbe Stunde in Anspruch, wie sich bei der Nachrüstung des Amarok bestätigt hat. Beim 1,6 Liter-Motor wird zusätzlich ein Strömungsgleichrichter im Ansaugtrakt eingesetzt, so dass für die reine Arbeitszeit, inklusive Software-Update, knapp 45 Minuten kalkuliert werden.

Peugeot Sondermodelle Family-geschickt gespart

Da strahlt die Familie-Peugeot Family Sondermodelle

Da strahlt die Familie-Peugeot Family Sondermodelle

Volkswagen Beetle-Eine runde Sache

Volkswagen Beetle- Perfekt unter Palmen

Volkswagen Beetle- Perfekt unter Palmen

Seit Oktober letzten Jahres wird der Nachfolger des New Beetle an die Kunden ausgeliefert. Aber erst jetzt reicht Volkswagen die sparsamen Downsizemotoren nach. FrauinFahrt war auf ersten Testfahrten mit den neuen Modellen an der Algarve unterwegs.

Heute ein König oder wie ein Wellnesshotel Sachsen verzaubert

Hotel Prinz Albert

Auch Oldtimer heißt das Hotel Prinz Albert herzlich willkommen.

Das neu eröffnete Wellnesshotel Prinz Albert in Bad Elster lockt mit Komfort und einem tollen Wellnessbereich. Auch Oldtimerfahrer sind willkommen.

 

Immer mehr Hotels werben mit dem Hinweis „Oldtimerhotel“. Ein dehnbarer Begriff, den das Hotel König Albert im malerischen Bad Elster im Vogtland mit Leben erfüllt. Denn statt das Thema „Oldtimer“ in die Zimmer zu verlegen und die Gäste mit den typischen Couchtischen aus gepressten Blechkarossen oder Sofaecken aus abgesägten Heckflossenkofferräumen zu quälen, bietet das Vier Sterne Haus für Liebhaber ein echtes Highlight an: Ein neu aufgebautes Landaulet der Marke Leur de Lys sorgt im Stil der 40er Jahre bei Bedarf für stilsichere Mobilität der Gäste. Die können sich den restaurierten Oldtimer samt Fahrer nämlich für einen Ausflug etwa zur sehenswerten Göltzschtalbrücke oder zu einer Bäderrundfahrt ausleihen und sich dann bei einem Picknick im Vogtland tatsächlich wie ein kleiner König fühlen. Für weitere Entfernungen taugt das betagte Gefährt allerdings nicht. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf knapp 60 km/h begrenzt.

Top Komfort in den Zimmern

Prinz Albert

Moderner Luxus im Prinz Albert

 

Die Zimmer des erst im Frühjahr 2016 eröffneten Hotels sind dagegen alles andere, als „Old Fashioned“: Top moderne Betten, eine hochwertige Ausstattung und dazu ein Blick, der keine Wünsche offen läßt. So geht Wohlfühlurlaub heute. Der Gast kommt an und kann von der ersten Minute an entspannen. Die freundliche Atmosphäre des Hotels setzt sich in den Zimmern fort und selbst wenn es mal regnen sollte, findet sich ind er großzügigen lobby ein entspanntes Plätzchen zu Plaudern oder Lesen.

Sächsisches Vogtland als neues Reiseziel

 

Für ein tolles Urlaubserlebnis sorgen aber nicht nur das Hotel in Bad Elster, sondern auch die zahlreichen Möglichkeiten für Outdooraktivitäten im sächsischen Vogtland. Egal, ob Wandern, Laufen oder Mountain Biking. Die Gegend bietet für jeden Geschmack das richtige. Der Vorteil der Region liegt vor allem in der Hügellandschaft, die es auch Freizeitsportlern einfach macht, sich erste sportliche Erfolge zu erwandern. Wer es zudem kulturell etwas bunt mag, dem stehen neben zahlosen Baudenkmälern auch viele Museen zur Verfügung. Und man lernt schnell, dass man über Deutschland und seine Geschichte noch einiges lernen kann. Ausflüge in die Tschechei bieten eine interessante Abwechslung, bevor man es sich Abends in einem der etwas versteckt liegenden Restaurants in Bad Elster so richtig gut gehen lassen kann. Wen es dann nicht mehr nach draußen zieht, der ist aber auch im Restaurant des König Albert bestens aufgehoben.

Infos unter: Hotel König Albert

 

Ford Ka+ – Ford mit Hintertürchen

Ford KA+

Ford erneuert den KA und legt noch zwei Türen drauf. Ist der KA+ damit immer noch ein attraktiver Partner für die Shopping Tour? Frauinfahrt hat es ausprobiert.

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten KA von Ford. Das war doch? Genau diese ulkige kleine Knutschkugel, die Sie in die Disco, zum ersten Freund und zum ersten Job brachte. Zuverlässig und sicher. Wenn auch etwas klein, doch am Ende war das auch ganz ok, denn nahezu jeder Parkplatz passte. Das war in den Neunzigern und der Nachfolger des KA der ersten Generation war schon etwas größer. Er wurde in Kooperation mit Fiat gebaut, hatte aber dieses süße Knuddelgesicht von einst irgendwie verloren. KA Nummer drei kommt in diesen Tagen zu den Händlern und verblüft mit neuer Größe und vier Türen. Deswegen nennt Ford das Auto auch Ka+, doch gibt es ausser zwei zusätzlichen Türen noch einen  Mehrwert?

 

Wie groß ist er?

Natürlich ist die Größe des KA+ das erste wonach wir gekuckt haben. Vorne waren wir zufrieden, doch da war der Vorgänger auch ok. Man sitzt gut, hat alles im Blick und genug Ablagen gibt es auch. Sogar eine gummierte , wo das Handy klapperfrei abgelegt und geladen werden kann. Man braucht es im Ka+ auch nicht in die Hand zu nehmen, denn dank Bluetooth verbindet es sich super easy mit der Freisprechanlage im Ford. Natürlich kann der KA+ auch auf der zweiten Reihe punkten, schließlich ist der kleinste Ford nun deutlich länger, als sein Vorgänger, doch so richtig viel Platz gibt es für Erwachsene in der zweiten Reihe nicht. Für Kinder reichts und für die Hockey Mums entfällt nun das lästige Vorklappen der Sitze beim Einstieg der Rasselbande nach hinten. Die beiden zusätzlichen  Türen machen den Ka+ in dieser Hinsicht deutlich bequemer. Und auch in Sachen Kofferraum kann der Ka+ überzeugen. Für Fernreisen reichen die 270 Liter zwar nur bedingt, aber wer zu zweit reist, kann die asymetrisch geteilte Rückbank umklappen und zusätzlichen Raum schaffen. Dann fasst der Kofferraum stolze 849 Liter.

Detailmängel trüben das Bild

Erste Prüfung also bestanden, doch wie steht es um die Alltagstauglichkeit? Hier wendet sich das Blatt, denn der Ford  hat nicht nur Sonnenseiten. besonders unpraktisch fanden wir, dass sich die Heckklappe von aussen nur mit dem Schlüssel  öffnen ließ, das der Umklappmechanismus der Rückbank jede Art von längeren Fingernägeln umgehend abbricht und das der Heckklappenschließmechanismus das helle Sacko mit schmierigem Fett ruiniert. Gut dagegen die praktische und einfache Bedienung, die vielen Ablagen und die gute Sitzposition. Das es dennoch mit der Übersichtlchkeit nicht so weit her ist, macht ja nichst- wozu gibt es denn Parkpiepser?

Wie fährt er sich?

Ford KA+

Der Ka+ ist gewachsen und macht Lust auf eine große Tour? Dann einsteigen und ab geht’s. Das Fahrwerk macht Laune, Kurven pariert der Kleine perfekt und auch Bodenwellen und Verwerfungen jedweder Art kommen nicht unangenehm bei den Insassen an. Dazu passt die Lenkung, die ebenfalls schön direkt ist. Doch was ist mit dem Motor? Wir fuhren den 1,2 Liter Benziner, den es mit 70 und 85 PS gibt. Unauffällig wäre zwar geprahlt, denn so richtig leise läuft der kleine Vierzylinder nicht, doch wenn man im Verkehr mitschwimmt, fällt der etwas ruppige Lauf nicht weiter auf. In Sachen Fahrspaß darf man ebenfalls keine Wunder erwarten, schließlich ist der Ka + ganz schön gewachsen und mit 1.055 Kilogramm auch kein echtes Leichtgewicht mehr. Dafür überzeugt der Ford in Sachen Fahrkomfort. Der KA+ liegt in jeder Situation sicher auf der Straße und selbst wenn man mal viel zu schnell war, pariert der KA+ plötzliches Abbremsen in der Kurven lässig. ABS und ESP regeln dann den Rest.Noch ein Wort zur Lenkung: Sie ist ziemlich direkt und schafft es, den KA+ zwischen zwei Bordsteinen in einem Rutsch zu wenden, so den 10,7 Meter dazwischen sind.

Reicht der KA+ als Erstwagen?

Ford KA+

War der erste Ka von Ford auf langen Touren wirklich nur etwas für Hartgesottene, ist die dritte Ausgabe problemlos als Erstwagen zu verwenden. Selbst wenn es mal mehr als 300 Kilometer am Stück sein sollen, macht der KA+ eine gute Figur. Eine Höchstgeschwindigkeit von 159 bzw. 169 ist nämlich inzwischen auf deutschen Autobahnen völlig ausreichend. Dazu kommt der gute Komfort, der allenfalls durch den etwas lärmigen Motor getrübt wird. Man sollte allerdings wissen, wohin man will, denn eine Navigation bekommt man bei Ford weder für Geld noch für gute Worte. Doch so schlimm ist das eigentlich nicht, denn schließlich hat man das TomTom ja sowieso im Handschuhfach. Am Ende vermisst man auch nach langen Touren mit dem KA+ nicht wirklich etwas, sodaß der kleinste Ford in der Tat als Erstwagen durchgeht.

Was kostet der Spaß?

Ford KA+

Ab 9.990 Euro rollt die einfachste Version zu den Händlern. Einfach heißt dann aber wirklich sehr einfach, denn nicht einmal eine Klimaanlage ist dann mit an Bord. Der etwas stärkere Motor kostet 11.400 Euro und ist auch nur in Kombination mit der Cool&Sound Version lieferbar. Der empfehlenswerte Parkpilot geht dann nochmal mit 350 Euro extra,dazu die Bluetooth Anbindung füs Handy und am Ende ist man mit ein paar Alufelgen bei über 12.000 Euro gelandet. Viel Geld für ein in Indien genautes Auto und mal ehrlich, am Ende des Tages zuviel für einen kleinen Stadtflitzer, der zwar keine echten Schwächen hat, dem aber irgendwie das Besondere fehlt. Angelehnt an den alten Ford Werbespruch muss man den Kölnern zurufen: Ford, tut doch noch etwas mehr, um uns am Ende zu überzeugen.

FiF Fakt: Der neue KA+ ist ein gutes, aber in einer etwas ansprechenden Version auch teures Auto. Ford hat es leider versäumt, dem einst so niedlichen Kleinwagen irgendetwas Besonderes mit auf den Weg zu geben. Denn gute Kleinwagen bauen inzwischen auch alle anderen und verkaufen sie mitunter zu einem besseren Preis.

 

Volkswagen up! Facelift – Kleines Geheimnis

 

 

 

Volkswagen up

Volkswagen setzt beim up! auf eine konservative Optik.

Volkswagen macht dem up! Beine. Mit 90 PS wird der renovierte Kleinwagen zu einem echten Spaßmobil.

 

Second Follower ist das Schlüsselwort. So nennt man es bei VW, einen Trend solange zu verschlafen, bis man mit einem gelungenen Produkt die Konkurrenz von hinter erschrickt und anschließend mit Schwung überholt. Mit dem up! hat VW mal wieder gezeigt, wie das geht. Seit dem Serienstart 2011 verkauften die Wolfsburger rund 700.000 Fahrzeuge – nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass der etwas bieder gestylte Kleinstwagen preislich gegen starke Lifestylemodelle, wie den Fiat 500 oder den Opel Adam antritt, die allerdings nicht einmal annähernd auf diese Verkauszahlen kommen. Damit es bis zu einem echten Nachfolger noch ein paar mehr up! werden, kommt im Sommer das Facelift Modell in den Handel.

Volkswagen up!

Scheinwerfer und Schürzen wurden gestrafft- mehr nicht.

Retuschen kaum sichtbar

 

Doch, wo bisweilen Eingriffe in das Blechkleid erfolgen, um die Kundschaft in die Versuchung zu führen, muss es bei der Aufwertung des VW up! der Griff in die preiswerte Trickkiste tun. Etwas geänderte Schürzen, ein wenig mehr Straffheit

Volkswagen up! Farbwahl

Bitte in Farbe. Volkswagen’s up! darf zukünftig etwas frecher daherkommen.

in den Scheinwerfern und etwas Maskara für die Rückleuchten. Das muss langen. Und damit Schluß ist, mit den Beschwerden über die biederen Niedersachsen bietet VW mit zahlreichen frischen Farben, trendigen Alufelgen und ein wenig Innenraum Chichi zwar kein neues Auto, aber zumindest die Illusion eines neuen Looks. Doch so richtig kann der up! nicht aus seiner Haut. Er ist eben nicht der rundliche Beau, der die Frauen bereits am Straßenrand verführt, sondern bleibt der Solidität ausstrahlende gute Freund für alle Tage, was ja kein Nachteil sein muss.

 

Technik aufgewertet

 

VW wäre aber nicht VW, wenn es zum Facelift nicht doch noch ein paar Bonbons zu verteilen gäbe. So darf im renovierten up! eine Klimaautomatik samt Allergiefilter die Insassen mit Frischluft versorgen, allerdings nur gegen einen Aufpreis von 900 Euro. Eine Summe die man auch in die optimierten Fahrerassistenzsysteme investieren könnte. Ob man die benötigt? Kommt darauf an, doch wer bei dem 3,60 Meter langen Steilheckstadtfloh Schwierigkeiten beim Einparken hat, mag sich über eine Rückfahrkamera und hintere Parkpiepser freuen. Die anderen dürfen diese 500 Euro getrost sparen und wählen nur das „Drive pack plus “ genannte Paket, was aus Tempomat, Regensensor und City Notbremsfunktion besteht. Und was ist mit all den anderen Assistenzsystemen, die VW im Programm hat? Weder ein Spurhalteassistent, noch einen Toten Winkel Warner darf der up! Fahrer bestellen, von einem Abstandsregler mal ganz zu schweigen. Doch, bitte immer bedenken: Wir sind im untersten

Volkswagen up! Lenkrad

Das Multifunktionslenkrad kommt aus dem Volkswagen Polo

Fahrzeugsegment. Wer mehr will, möchte doch bitte den Polo nehmen. Aus dem kommt übrigens das praktische Multifunktionslenkrad mit allerlei Bedienmöglichkeiten. Sieht gut aus, liegt angenehm in der Hand und eigentlich sollte man mit ihm auch die Sprachbedienung der neuen Handynaviagtion bedienen können, doch die hierzu von VW zur Verfügung gestellte App ist derzeit noch unpässlich. Nicht das einzige Problem der preiswerten Handynavigation. Schon der klapprig wirkende Handyhalter auf dem Armaturenbrett mit seinem fummeligen Ausrückknopf ist spätestens nach der dritten Benutzung nervig. Und steckt das Handy erst einmal im Halter, versperrt entweder der obere Haltebügel die Sicht auf die schlecht skalierte Karte oder das unvermeidliche Ladekabel stört das attraktive Cockpitstyling. Hinzu kommt ein unterdurchschnittlicher Bedienkomfort und eine bisweilen lächerliche Systemsatbilität. Kurzum: Das Geld kann man sich sparen und beim nächsten Elektronikmarkt in eine vollwertige Navigation investieren. Gespart hat VW sich auch die Optimierung zweier anderer up! Kritikpunkte: Nach wie vor gibt es hinten nur Ausstellfenster und die Lenksäule ist auch beim neuen Modell nur in der Höhe, nicht aber in der Länge verstellbar. Dafür ist der elektrische Fensterheber der Beifahrertür nun endlich von der Fahrerseite aus zu steuern- so geht Innovation in Wolfsburg.

Volkswagen up! Innenraum

Auch im Innenraum fielen die Veränderungen überschaubar aus.

Flotter Dreier

 

Genug gemeckert, denn der up! Fährt ja meist in bekanntem Gebiet zwischen Kita und Einkaufsmarkt und dafür benötigt man nur selten eine Navigation. Aber etwas mehr Leistung wäre nett, denn bislang war bei 75 PS Schluß im up!. Gerade bei Überholvorgängen etwas wenig, zumal es dem Dreizylinder Sauger an Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlbereich mangelt. VW schafft jetzt Abhilfe in Form des neuen 1,0 Liter Dreizylinder Turbobenziners mit 90 PS. Dieser Motor, den Audi in ähnlicher Fom im A3 einsetzt, ist es denn auch, der die Produktaufwertung zu einem gelungenem Ereignis werden läßt. Turbinenartig dreht das Aggregat hoch, bleibt dabei aber stets gedämpft im Hintergrund und liefert die Leistung kontinuierlich ab. Störendes Turboloch oder Vibrationen? Fehlanzeige. Die Fahrleistungen können sich ebenfalls sehen lassen. Binnen 9,9 Sekunden geht es auf 100 km/h und erst bei 185 km/h ist Schluß. Dabei liegt der up! sauber auf der Straße und benimmt sich, wie ein Großer. Selbst in viel zu schnell angefahrenen Kurven macht er dem Fahrer keinen Streß und läßt sich sicher um die Kurven zirkeln. Das der Verbrauch, trotz der Mehrleistung im Rahmen bleibt (Testverbrauch Ca. 6,8 Liter), ist ein schöner Nebeneffekt, der wieder einmal zeigt, dass man mit etwas Reserve an Leistung nicht nur entspannter, sondern auch sparsam fahren kann. Als besonders Bonbon kommt zum Abschluss dann noch der Preis ins Spiel. Nur 650 Euro Aufpreis im Vergleich zur 75 PS Version verlangt VW für die 15 Mehr PS und deutlich mehr Fahrspaß – ein echtes Schnäppchen. Und so bleibt am Ende das Fazit, dass das Facelift in diesem Fall am gelungensten ist, wo man es nicht sieht- nämlich im Motorraum.

            

Fazit: Schlecht war der up! noch nie, durch den neuen Motor ist er aber ein Stückchen mehr zum Vollwertwagen geworden, Die restlichen Neuheiten sind allerdings nur bedingt gelungen und machen aus dem biederen Niedersachsen noch lange keinen stylishen Italiener. Doch das war ja bislang auch kein Kaufhinderniss.

 

Bildquelle: Volkswagen

 

 

Technische Daten Volkswagen up! :

 

Motoren:

 

Benziner: 1,0 – Liter , 60-90 PS

 

Getriebe: Fünfgang-Schaltgeriebe, optional automatisiertes Schaltgetriebe

Karosserie: 3.600/1.389/1.990 mm, Radstand : 2.407 mm, Leergewicht: 926-1.002 kg, Zuladung :319-422 kg , Gepäckraumvolumen: 213-913 Litern

Tankinhalt : 35 Liter

Preis: ab 12.350 Euro VW up! TSI (66kw)

 

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