XXL-Parkplätze in Flughäfen – Endlich Luft zum Atmen

XXL-Parkplätze in Flughäfen – Endlich Luft zum Atmen
Mercedes-Benz S-Klasse
Türen auf – bei diesem Anwesen kein Problem.

Sven Jürisch

Die Autos werden immer größer und vor allem breiter und die Parkplätze ? Genau, die haben nach wie vor das Format, wie vor 50 Jahren. Kein Wunder, dass es da zu manch einer Feindberührung mit der benachbarten Autotür kommt. Doch nun gibt es eine Lösung in Form von XXL-Parkplätzen an diversen Flughäfen in Deutschland.

Kleine Unachtsamkeit – große Beule

Ups, und schon ist es passiert. Einen Moment nicht aufgepasst und die Tür knallt gegen den benachbarten Wagen. Nix passiert ? Hat’s keiner gesehen? Und dann das. Beim flüchtigen Blick aus dem Augenwinkel schimmert dann doch die verräterische Delle im Blech des benachbarten Autos. Eine teure Angelegenheit für den Geschädigten und gegebenenfalls für für den (hoffentlich) ehrlichen Verursacher, denn schnell kostet die Beseitigung dieser Kleinigkeit einige hundert Euro. Und Schuld ist eigentlich nur die Enge auf unseren Parkplätzen.

Größenwahn der Autohersteller

Mit 2,30 Meter waren unsere genormten Parkplätze bis in die 80 er Jahre eigentlich groß genug für alles, was vier Räder hatte. Populäre Autos, wie der 3er BMW (1,61 Meter), der Volkswagen Golf (ebenfalls 1,61 Meter) oder der Peugeot 205 (1,57 Meter) passten problemlos in die Boxen und man konnte die Türen soweit öffnen, dass man, ohne den Nachbarn zu touchieren, ein -und wieder aussteigen konnte. Heutzutage misst der 3er von BMW stolze 1,81 in der Breite, der Golf 1,78 Meter und der Peugeot 208 1,74 Meter. Gefahrlos eine Autotür öffnen ohne Türkantenschutz ? Vergessen Sie’s.

Ford Türkantenschutz
Clevere Sache, zumindest für den Parplatznachbarn. Der Ford Türkantenschutz

Zusätzlicher Raum kostet

Die Parkplatzbetreiber der Flughäfen Stuttgart, München, Hannover, Mannheim, Bremen, Hamburg und Iserlohn reagieren auf die Wünsche der Kunden und bieten seit geraumer Zeit XXL-Parkplätze an. Einfaches Ein -und Aussteigen, ohne Macken an den Türen gegen ein Aufgeld zum normalen Tarif. Das beträgt in München 9 Euro pro Tag, während in Stuttgart eine komplette Tagespauschale von 32 Euro ohne weitere Kosten anfällt. Der Grund für die zusätzlichen Kosten liegt auf der Hand, denn den Parkhausbetreiber droht der Verlust von 33 Prozent ihrer bisherigen Stellplätze, wollten sie alle vorhandenen Plätze als XXL- Parkplätze anbieten.

Mehr Komfort wäre zeitgemäß

Angesichts dieser Lage fordert der ADAC die Stellplatzgröße den heutigen Verhälnissen anzupassen und die breite auf 2,50 Meter auszuweiten. Ein guter Plan, doch letztlich werden die Kosten auch wieder an den benutzern hängen bleiben. Da hilft derzeit nur eines: entweder Zähne knirschend zahlen oder es mal mit einem kleineren Auto versuchen. Ging doch früher auch.

Text/Bilder: FiF/Hersteller

Reiseapotheke frisch durchgeschaut

Reiseapotheke frisch durchgeschaut
Gut, wer jetzt einen Verbandkasten dabeihat
Gut, wer jetzt einen Verbandkasten dabeihat

 

Ohne Kontrolle geht es nicht. Auch nicht im Urlaub, denn sowohl das Reisegepäck, die Urlaubskasse aber auch das auto wollen vor Fahrtantritt geprüft werden. Dabei nicht vergessen: Die Reiseapotheke, denn wer hier schlampt, hat unter Umständen im Urlaub ein teures Problem.

Zur Grundausstattung zählen Einmalhandschuhe, Pinzette, Schere, Wund-desinfektionsmittel, Pflaster und Kompressen, elastische Binden sowie Fieberthermometer. Arzneien gegen Schmerzen, Fieber, Durchfall, Verstopfung und Erkältung sollten ebenfalls im Gepäck sein. Abschwellende Nasensprays leisten vor und auf Flügen wertvolle Dienste, um den Druckausgleich im Ohr zu erleichtern. Gegen Reiseübelkeit helfen spezielle Kaugummis oder Akupressurbändchen.

Keine Fernreise ohne Reiseapotheke

Fernreisende sollten umfangreicher vorsorgen. Tabletten zum Entkeimen von Wasser, Mittel gegen Magen-Darm-Verstimmungen und Insektenschutzmittel sind sinnvolle Ergänzungen. In bestimmte Länder sollten sterile Einmalspritzen und Injektionsnadeln mitgenommen werden. Die Medikamente sollten zudem wasserdicht und möglichst temperaturgeschützt aufbewahrt sein. Auch der Beipackzettel ist wichtig, da Arzt oder Apotheker an Ort und Stelle daraus wichtige Hinweise entnehmen können – auch wenn dieser in deutscher Sprache ausgestellt ist.

Vorbeugen ist wichtig

Der ADAC rät besonders bei Reisen in Gebiete mit schlechter medizinischer Versorgung, sich etwa sechs Wochen zuvor bei einem reise- oder tropenmedizinisch erfahrenen Arzt zu erkundigen. Er passt die Reiseapotheke an, informiert über vorgeschriebene und empfohlene Impfungen und gibt wichtige Verhaltensratschläge.

 Ersatzration an Medikamenten einstecken

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte als Reserve mehr als die Hälfte der Menge mitnehmen, die er im Normalfall benötigt. Sicherheitshalber sollten die Mittel bei Flügen auf Hand- und Check-in-Gepäck verteilt werden, um dem Verlust vorzubeugen. Nicht jedes Präparat kommt problemlos über jede Grenze. Eine Insulin-Spritze könnte bei ausländischen Behörden schon den Verdacht von Drogenbesitz erwecken. Hierfür gibt eine ärztliche Bescheinigung, verfasst in mehreren Sprachen. Das Formular zur Medikamentenmitnahme steht auf der Homepage des ADAC zum Download bereit.

Reiseapotheke auch auf Flugreisen

Lange Auto- und Flugreisen sind für Menschen mit Venenerkrankungen nicht ungefährlich. Stundenlanges Sitzen ohne Bewegungspausen kann den Blutfluss in den Venen so beeinträchtigen, dass sich Gerinnsel bilden, die auch größere Adern ganz verschließen können. Betroffene sollten Stützstrümpfe oder medizinische Thrombose-Prophylaxestrümpfe tragen.

 

Hochalpin-Touristen, Taucher, Tropenreisende oder Allergiker erhalten weitere Informationen von ADAC Experten unter der Hotline 089/76 76 77. Urlauber, die bei akuten Erkrankungen dort anrufen, erhalten vom Club Hilfe mit Adressen von deutsch oder englisch sprechenden Medizinern am jeweiligen Urlaubsort.

Text: ADAC

Zeit ist Geld-Die Zulassungsstellen in Deutschland im Test

IMG_9327Deutsche Zulassungsstellen sind besser als ihr Ruf. Beim aktuellen Test des ADAC präsentierten sich die Behörden in 15 deutschen Großstädten meist modern, bürgerfreundlich und serviceorientiert. Insgesamt schnitten drei Zulassungsstellen mit der Note „sehr gut“ (Potsdam, Stuttgart, Dortmund) ab, neun mit „gut“ (Freiburg, Nürnberg, Dresden, Erfurt, Hannover, Köln, München, Frankfurt, Hamburg) und drei mit „ausreichend“ (Bremen, Magdeburg, Berlin).

 

Größtes Ärgernis waren vor allem wenig arbeitnehmerfreundliche Öffnungszeiten sowie durchschnittliche Wartezeiten von mehr als 30 Minuten, im Einzelfall sogar mehr als zwei Stunden. Hier fordert der ADAC eine deutliche Verbesserung der Servicequalität. Kunden rät der Automobilclub, vor dem Besuch der Behörde einen Termin zu vereinbaren. Nur auf den Ämtern in München und Erfurt gab es diesen Service nicht.

 

Die Zulassungsstellen in Dortmund, Frankfurt am Main, Freiburg, Köln und Nürnberg standen zum ersten Mal im Test, die restlichen wurden im Jahr 2002 schon einmal getestet. Damals wurde einem Viertel der Behörden erhebliche Defizite in Sachen Bürgerfreundlichkeit bescheinigt. 2013 ist das Ergebnis deutlich besser.

 

Bestes Beispiel: Die Zulassungsstelle in Potsdam, Helene-Lange-Straße. 2002 noch mit „mangelhaft“ bewertet, etablierte sich in diesem Jahr als Testsieger mit der Note „sehr gut“. Die Behörde hatte 39 Stunden pro Woche sowie samstags geöffnet, eine Terminvereinbarung war per Telefon und Internet möglich, die Bearbeitungszeit betrug durchschnittlich neun Minuten, in den meisten Fällen gab es denselben Ansprechpartner für den gesamten Vorgang und die Sachbearbeiter nahmen Kunden das Ausfüllen der Formulare ab.

 

Testverlierer, aber immerhin noch mit der Note „ausreichend“, wurde die Zulassungsstelle im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Das renovierungsbedürftige Gebäude öffnete seine Pforten für Kunden ohne Termin nur 21,5 Stunden pro Woche, was Wartezeiten von teilweise mehr als zwei Stunden zur Folge hatte. Kunden hatten es mit wechselnden Ansprechpartnern auf unterschiedlichen Stockwerken zu tun, aber nicht alle Wege im Haus waren barrierefrei. Auch die Zulassungsstellen in Bremen (Stresemannstraße) und Magdeburg (Breiter Weg) konnten die ADAC Tester nicht ganz überzeugen. In Bremen fiel vor allem die eingeschränkte Öffnungszeit von nur 24,5 Stunden pro Woche negativ auf, in Magdeburg betrug die Wartezeit für Kunden ohne Termin im Schnitt 70 Minuten.

 

Für den Zulassungsstellen-Test wurden inkognito per Telefon, Internet und E-Mail Informationen eingeholt sowie pro Stadt acht Kunden an vier verschiedenen Tagen während der Bearbeitung vor Ort begleitet. Alles in allem arbeiteten die Tester jeweils rund 150 Prüfpunkte ab.

Manchmal eine schwere Geburt_Die Zulassung des neuen Autos
Manchmal eine schwere Geburt-Die Zulassung des neuen Autos

Quelle: Text/ Grafik : ADAC

Seite 1 von 512345