Modischer Fauxpas oder Retter in der Not ? Die Warnweste wird ab 1.Juli Pflicht

Modischer Fauxpas oder Retter in der Not ? Die Warnweste wird ab 1.Juli Pflicht
  • warnwestenpflicht Bad Windsheim (ARCD), 6. Juni 2014

 

  • Ab 1. Juli 2014 gilt in Deutschland die Warnwestenpflicht. Doch für wen gilt die Regelung? Was muss man beachten? Und welche Strafen drohen? Der ARCD beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das reflektierende Sicherheitszubehör.

 

  • Für wen gilt die Warnwestenpflicht?
  • Ab 1. Juli 2014 gilt für alle in Deutschland zugelassenen Pkw, Lkw und Busse eine allgemeine Warnwestenmitführpflicht. Davon aus- genommen sind Motorräder. Bisher gab es die Vorschrift schon für Fahrer gewerblich genutzter Fahrzeuge.Was ist vorgeschrieben?In jedem dieser Fahrzeuge muss eine Warnweste mitgeführt werden, unabhängig von der Anzahl der Insassen. Der Autoclub ARCD empfiehlt, für alle möglichen Insassen (siehe Zahl der Sitzplätze) eine Warnweste im Auto dabeizuhaben und diese im Notfall noch vor dem Aussteigen anzulegen. So erhöht man die eigene Sicherheit und ist außerdem für alle Regelungen im Ausland vor- bereitet. Die Warnweste muss der EN 471 bzw. EN ISO 20471:2013 entsprechen. Ob das der Fall ist, erkennt man an dem Hinweis auf dem Wäscheschild. Erlaubt sind reflektierende Warnwesten in gelb, orange und rotorange mit zwei umlaufenden, fünf Zentimeter breiten reflektierenden Streifen. Der ARCD empfiehlt außerdem, für Kinder spezielle Warnwesten in kleineren Größen anzuschaffen, denn die normalen, in Einheitsgrößen hergestellten Warnwesten sind den Jüngsten oft zu groß.

    Wo platziert man Warnwesten im Auto?

    Die Weste sollte auf jeden Fall griffbereit im Auto verstaut sein – also im Fahrzeuginneren, z. B. im Handschuhfach oder in den Seitenfächern. Ganz unten im Kofferraum bringt die Weste im Notfall wenig. Da sie durch Sonneneinstrahlung ausbleicht, sollte man sie an einem dunklen Ort aufbewahren. Der ARCD rät, den reflektierenden Überzieher bei einer Panne oder einem Unfall zur eigenen Sicherheit schon vor dem Aussteigen aus dem Auto anzulegen.

    Welche Strafe droht?

    Führt man in Deutschland keine Warnweste mit und wird man kontrolliert, ist ein Verwarnungsgeld in Höhe von 15 Euro fällig.

  • Quelle : Text und Bild ARCD

Golf Sportsvan- Es lebe der Sport

Golf Sportsvan- Es lebe der Sport

 

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Volkswagen ersetzt den betulichen Golf plus gegen einen schicken Van. Frauinfahrt war mit dem neuen Golf Sportsvan unterwegs.

 

Überrascht reibt man sich die Augen. Da hat es Volkswagen doch tatsächlich geschafft, von dem seit gefühlt zwanzig Jahren gebauten Golf plus rund 200.000 Autos zu verkaufen. Das das Auto populär war, hatten wir angesichts der zahllosen Staus im Bundesgebiet ja fast schon geahnt, doch das es so viele Anhänger im Dunstkreis der silver ager fand, erstaunt dann doch schon. Wie auch immer, wer etwas Sportliches suchte, wurde in diesem Segment bei VW bislang nicht fündig. Doch damit ist nun Schluß, denn ab Anfang Juni steht der komplett neue Golf Sportsvan bei den Händlern.

Design der Neuzeit

 

Wer den neuen Golf Ableger ein erstes Mal sieht, ist begeistert. Das rundliche, bucklige Design des Vorgängers ist endlich passe’. Das gilt auch für die glubschäugigen runden Heckleuchten, beim Golf Sportsvan herrscht die Sportlichkeit der Neuzeit. Gerade Linien, straff und stringent und schön dynamisch kommt er daher, vielleicht eine Spur zu unaufgeregt, aber das ist ja gerade das Geheimrezept der Niedersachsen. Denn was heute gut aussieht aber nicht komplett extrovertiert daherkommt, macht auch in 5 Jahren noch eine gute Figur und das ist wiederum gut für den Wiederverkauf. Klares Plus also für den Neuen, bei dem auch der Einstieg, das Raumgefühl und das Ladevolumen in Ordnung geht.

 

Premium Qualität wohin man sieht

 

Nach dem Einsteigen dann die nächste Überraschung: Der Sportsvan zeigt einmal mehr, was Volkswagen zum Marktführer macht. Fühl-und sichtbare Qualität überall. Im Innenraum wirkt jedes Detail in Materialauswahl und Verarbeitung hochwertig. Dazu bietet der Volkswagen soviel Individualisierungsmöglichkeiten, wie kaum jemand anderes in dem Marktsegment. Beispiel gefällig? VW liefert für Frischluftfans ein riesiges Panorama Glasdach mit elektrisch bedienbarem Sonnenschutz, für HiFi Anhänger eine excelent klingende Stereo-Anlage mit DynAudio Lautsprechern und für Technikfreaks eine Vielzahl von Assistenzsystemen, die bislang nur in der Oberklasse im Angebot waren. Darüber hinaus gibt es gegen Mehrpreis Annehmlichkeiten, wie einen Massagesitz, eine elektrisch ausklappbare Anhängerkupplung oder eine heizbare Frontscheibe. Das macht den Sportsvan praktisch allerdings auch teuer, denn beim Grundpreis von knapp 20.000 Euro dürfte es vermutlich nur in den wenigsten Fällen bleiben.

Qual der Wahl bei den Motoren

 

Der Grundpreis ist schon deshalb reine Makulatur, weil die Auswahl bei den Motoren nur in den seltensten Fällen auf den Basisantrieb fallen dürfte. Favorit wird vermutlich der laufruhige 92 kw Benziner mit 1,4 Liter Hubraum sein oder aber der 81 kw starke Dieselmotor. Beide sind bei Bedarf mit dem üblichen Automatikgetriebe (DSG) kombinierbar und machen aus dem Sportsvan einen gut motorisierten Allrounder. Zum echten Sportler wird der VW mit den Aggregaten freilich nicht, da kommen dann doch eher die leistungsstarken 125 kw Modelle in Betracht. Dann allerdings wird es mit der Traktion an den Vorderrädern schon mal eng, auch wenn der Sportsvan über eine elektronische Differentialsperre verfügt. Ein Allradantrieb wäre da schon schön, den liefert VW aber zum Zeitpunkt der Markteinführung nicht.

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Fahrspaß im Alltag

 

Doch nicht so sehr die Leistung macht den Fahrspaß im Sportsvan aus, sondern die Kombination von harmonischem Antrieb, perfekter Verarbeitung und gut abgestimmten Fahrwerks- und Lenkunskomponenten. Insbesondere wenn der Sportsvan mit dem optionalem Sportpaket ausgerüstet ist, wird er zum Golf für alle Fälle. Steht der Wahlschalter auf „Sport“, spricht der Motor und die Lenkung einen Tuck zackiger an und spannt das Fahrwerk die Dämpfer etwas straffer an als im Comfort Modus. Den gibt es natürlich auch und er dürfte im Alltag wohl die am meisten genutzte Abstimmungsart sein. Kleinigkeiten, wie ein Start Stopp System oder ein vollautomatischer Parkassistent sowie eine Kameralösung am Heck, die sogar ums Eck sehen kann runden das Angebot ab.

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Fazit: Der böse Senioren Alptraum Golf Plus ist endlich passe’ und VW trifft mit dem Sportsvan als Nachfolger ins Schwarze. Coole Optik, solide Antriebe und Verarbeitung sowie eine hohe Praktikabilität machen aus dem einstigen Lange Weile Auto einen echten allround Star, der vor der Oper genauso eine gute Figur macht, wie vor dem Kletterpark. Zu endgültigen Lifestyle Auto fehlt dem Sportsvan eigentlich nur noch eine Cross-Variante mit einem Allradantrieb, sowie ein brauchbares Fahrradträgerkonzept ala Opel.

 

 

 

 

 

Pro:

 

Attraktives, wertbeständiges Design

Hohe Verarbeitungs- und Materialgüte

Zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten

Großes Motorenangebot

Geräumiger und höchst variabler Innenraum

 

 

Contra:

 

Kein Allradantrieb lieferbar

81 kw Dieselversion nur Euro 5

Keine überzeugende Fahrradträgerlösung

Teilweise hohe Aufpreise für Extras

Nur durchschnittlicher Verbrauch der Benzinversion (1,4 TSI)

 

 

 

Jaguar F-Type Coupe – Schöne Grüße von der Rennstrecke

Jaguar F-Type Coupe – Schöne Grüße von der Rennstrecke

 

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Henriette Durand

Jaguar stellt das neue F-Type Coupe vor und hofft auf den gleichen Zuspruch, wie schon beim Roadster. Ob das sehr maskuline Coupe auch für uns Damen taugt, haben wie auf der Rennstrecke ausprobiert

 

Zugegeben, dieses Auto braucht kein Mensch. Nicht, um in die Arbeit zu fahren, nicht um die Kinder von der Schule abzuholen und auch nicht, um damit in den Urlaub zu fahren. Die Rede ist vom neuen Jaguar F-Type Coupe. Doch trotz seiner Überflüssigkeit trifft einen das atemberaubend gestylte Coupe mitten ins Herz. Es ist das lange ersehnte Ausrufezeichen hinter der nun schon mehrere Jahre andauernden Erfolgsgeschichte von Jaguar seit der indischeTata Konzern das vom Konkurs bedrohte Unternehmen übernahm. Das F-Type Coupe setzt formell die Tradition fort, die mit dem E-Type in den sechziger Jahren erfolgreich begann und auf der sich die Faszination von Jaguar Automobilen maßgeblich begründet.

Die Rückkehr des Sportwagens

 

Lange Schnauze, knappes Heck und ein Innenraum, wie um die beiden Passagiere gebaut. Das sind die Eckpunkte des F-Type Coupe. Dazu Motoren und Getriebe modernster Machart, sowie eine Verarbeitung, die der, anderer Premium Anbietern um nichts nachsteht. Doch man täte dem F-Type Coupe unrecht, wenn man es nur auf seine Form reduzieren würde. Es sind vielmehr die Details, die die Faszination an dem aus Aluminium gefertigten Auto ausmachen. So schnalzen die in die Türen eingelassenen Türgriffe auf Knopfdruck aus ihren Öffnungen und verschwinden ebenso präzise wieder in ihren Höhlen. Detailverliebtheit auch bei den Rückleuchten; so scharf wie sie gezeichnet sind, so scharf ist auch ihre Optik, wenn sie in Betrieb sind. Doch meistens sitzt man ja im Auto, weshalb der Gestaltung des Interieurs besondere Bedeutung zukommt.

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Platz für zwei – und für Träume.

 

Die schlechte Nachricht zuerst: Die Kinder müssen zu Hause bleiben, denn, ebenso wie das Cabrio verfügt auch das Coupe nur über zwei Sitzplätze. Sie sind per Tastendruck zigfach verstellbar und, wie auch der Rest des Innenraums, mit hochwertigem und gut verarbeitetem Leder bezogen, dem man allenfalls vorwerfen kann, es am natürlichen Duft fehlen zu lassen. Doch der Druck auf den silbrig glänzenden Startknopf in der Mittelkonsole lässt solche kleinliche Krittelei schnell verstummen. Je nach Budget und persönlicher Präferenz erwacht unter der langen Haube entweder ein veritabler Sturm oder gar ein Orkan zum Leben. Die Basismotorisierung ist mit 340 PS bereits durchaus kräftig, bietet aber dem ambitionierten Fahrer vor allem auf Passstraßen Anlass zum Wunsch nach mehr. Denn zwar gelingt es dem zackig schaltenenden 8-Gang- Automatikgetriebe immer die Fuhre in Schwung zu halten, doch so richtig Freude kommt erst mit der zweiten Ausbaustufe des Kompressor-V6 auf. 380 PS stehen dann parat, genug, um auch anspruchsvolle Fahrer zufriedenzustellen. Der auf 550 PS (Cabriolet: 495 PS) erstarkte V8 muss es hingegen nicht sein. Der Motor macht aus dem F-Type Coupe zwar einen echten Supersportwagen aber gerade für den schnellen Parcours über die Pässe ist das Auto etwas zu schwer auf der Vorderachse geworden. Wer es mag, und wessen Beifahrer entsprechend kurvenfest ist, kann mit dem F-Type Coupe bei der Hatz auf den Berg seinen Spaß haben. Das adaptive Fahrwerk hält stets die richtige Abstimmung parat und die Lenkung scheint eine direkte Verbindung zwischen den Gehirnwindungen des Fahrers und der Straßenführung herzustellen, wobei sich dieser Effekt noch verstärkt, wenn das aktive Hinterachsdifferential verbaut wurde.  So muss ein Sportwagen liegen, so muss er lenken und so muss er bremsen, denn auch das kann der F-Type mit einer üppig dimensionierten Bremsanlage vorzüglich.

Investition in die Zukunft

 

Das der Jaguar als Premium-Produkt neben seinem tollen Driveline-Setup über all die modernen Annehmlichkeiten des Automobilbaus verfügt ist angesichts der Fahrspaß-Performance schon fast nebensächlich. Doch lohnt es sich, sich vor allem mit dem Infotainment-System zu beschäftigen, denn das Touch Screen Gerät hält auch noch nach Tagen der Gewöhnung die eine oder andere überraschende Funktion in den Tiefen seiner Software bereit. Wer mag, ordert noch das mit reichlich Watt bestückte 770 Watt Soundsystem hinzu und kommt dann auf einen Preis, der, je nach Motorisierung, zwischen 67.000 und 100.500 Euro liegt. Viel Geld, allerdings angemessen, denn man erwirbt damit ein Auto, was die Gene für einen Klassiker im Blut hat. Eigenschaften, die bereits den E-Type zu einer Legende werden ließen.

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Fazit: Neben der raffinierten Technik, begeistert dieser Jaguar vor allem durch seine tolle Formensprache. Das man mit ihr stets der Mittelpunkt der Straße ist, muss man aber einkalkulieren,doch möglicherweise ist das ja gerade der Sinn eines solchen Autos. Das das F-Type Coupe aber auch im Alltag noch jede Menge Spaß macht, brauchen Sie ja nicht jedem zu erzählen.

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