Peugeot 308 CC-Ein Hauch von Freiheit

Peugeot 308 CC Dach

Für den Urlaub zwischendurch-Peugeot 308 CC

Sven Jürisch

 

Cabrio? Coupe? Dieser Peugeot will beides sein und uns zielt besonders auf die Laternenparker unter uns ab. Mit einem zusammenklappbaren Metalldach ist der 308 CC unempfindlich gegen Vandalismus, Vogelkot und Frost. FrauinFahrt hat den Franzosen getestet.

 

Sommer, Sonne, Cabrio, was kann es schöneres geben, als durch die Stadt mit einem offenen Auto zu brausen und die ersten warmen Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren. Dieses Jahr kommt dazu, dass uns die Autoindustrie besonders viele offene Mobile anpreist. Der Peugeot 308 CC nimmt dabei eine Ausnahmestellung ein, denn er verzichtet auf das klassische Stoffdach und kommt mit einem faltbaren Metalldach daher. Wie das funktioniert, sehen sie unten:

 

Peugeot 308 CC DachPeugeot 308 CC Dach

 

Wie praktisch ist er?

 

Blechdach zum Falten, klingt kompliziert, ist es aber nicht, denn ein Fingerschnipp reicht aus und binnen weniger Sekunden ist der 308 CC sein schützendes Dach los. Zumindest theoretisch, denn im Test lief das Klipp-Klapp des Daches zwar im Prinzip problemlos, nur muss dafür die Abdeckung im Kofferraum eingerastet sein. Sie soll verhindern, dass bei geschlossenem Dach zuviel Gepäck eingeladen wurde, was dann durch das gefaltete Dach zerquetscht werden könnte. Eigentlich praktisch, doch macht das deutlich, wo das Problem des Peugeot liegt. Mal eben auf der Urlaubsfahrt mit vollem Kofferraum das Dach aufmachen? Geht nicht. Und es kommt noch schlimmer, denn bei geöffnetem Dach ist der Kofferraum nahezu unbrauchbar, nicht mal eine Wasserkiste paßt durch den schmalen Schlitz.

Doch der Kofferraum ist nicht der einzige Kritikpunkt an dem Peugeot 308 CC. An die Unübersichtlichkeit neuer Autos haben wir uns zwar gewöhnt, aber normalerweise hilft uns da beim Parkieren die Rückfahrkamera. Nicht so beim Peugeot, denn die wird für den 308 CC nicht angeboten, sondern nur ein vorsinnflutlicher Parkpiepser, der beim Basismodell „Active“ auch nur hinten montiert wird.

 

Wie Stylish ist er?

 

Die Paradedisziplin eines Cabrios. Elegant flanieren und die Blicke der anderen auf sich ziehen, mal ehrlich, das ist einer der Gründe für den Kauf eines schicken Cabrios. Und der Peugeot schafft es tatsächlich, die Hälse der Passanten zu verdrehen. Trotz seines durch die Dachkonstruktion etwas plumpen Hecks, macht der 308 CC vor allem in dunklen Farben eine gute Figur. Dazu sieht er auch geschlossen recht ansehnlich aus. Das trifft auch für den Innenraum zu, wo alles sauber und solide verarbeitet ist. Die Materialien sind zwar nicht so hochwertig, wie bei anderen Herstellern, dafür lassen sie sich leicht abwischen, was bei einem Cabrio ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist.

 

 

Wie komfortabel ist er?

 

Peugeot läßt kaum ein Feature aus, um es uns im 308 CC so richtig gemütlich zu machen. Klimaanlage, Sitzheizung und sogar eine nicht zu unterschätzende Nackenheizung namens „Airwave“ sind an Bord. Dazu eine brauchbare Navigation sowie eine ordentlich klingende HiFi-Anlage mitsamt Bluetooth Telefonanbindung, deren Bedienung an den etwas versteckt angeordneten Lenkradsatelittenschaltern zumindest gewöhnungsbedürftig ist. Schade nur, dass bei einem Fahrzeug dieser Klasse aktuelle Details, wie Audio-Streaming vom Handy oder eine Festplatten Navigation nicht lieferbar sind. Denn so repräsentiert der Peugeot in Sachen Entertainment den Stand der Technik vor zwei Jahren, was morgen schon ein Nachteil sein kannPeugeot 308 CCP1060796

Daneben verzichtet Peugeot auch auf ein Angebot moderner Assitenzsysteme. Einen Parkautomaten gibt es nicht, ebenso wie einen Spurhalteassistenten oder einen Warner für den Toten Winkel. An solchen Deails merkt man, dass der 308 CC eben nicht mehr ganz taufrisch ist. Doch mal ehrlich, brauchen tut man diese Heerschaar an Systemen auch nicht unbedingt, schließlich sind wir bislang auch ganz gut ohne sie ausgekommen.

 

Wie fährt er sich?

 

Wir fuhren den 308 CC in der 163 PS Dieselversion mit Automatikgetriebe und waren von der Laufruhe und der Karftentfaltung begeistert. Gerade im täglichen Umgang macht der Peugeot viel Spaß, ohne zum Schluckspecht zu werden. Der Motor reagiert spontan auf die Befejle des Gaspedals und die Automatik schaltet punktgenau runter, wann immer man mehr Dampf , etwa beim Überholen, braucht. Trotz des hohen Gewichtes reichen im Schnitt 7,2 Liter Diesel aus, um zügig voranzukommen. Für lange Autobahnetappen hat der Peugeot 308 CC zudem genug Power, um zügig ans Ziel zu gelangen. Das das Cabrio zudem noch über einen serienmäßigen Rußpartikelfilter verfügt, macht das Ganze nur noch besser. Zusätzlich kann der 308 CC mit einer überraschenden Handlichkeit sowie mit einer komfortablen Federrung überzeugen, weswegen auch winklige Landstraßen kein wirkliches Problem darstellen.

Was kostet der Spaß?

 

Peugeot 308 CCP1060789Ein Cabrio für vier ist nicht billig, keine Frage. Und doch verblüfft der Peugeot angesichts seiner umfangreichen Ausstattung mit einem noch akzeptablen Preisniveau. Wer die höchste der beiden Ausstattungsstufen namens „Allure“ wählt, bekommt für 35.900 Euro den 308 CC mit dem 163 PS Dieselmotor und Automatik. Unbedingt empfehlenswert sind dann aus der Optionsliste das „JBL Soundsystem“ für 410 Euro, sowie das Xenon Paket mit den abgedunkelten Bi-Xenon Scheinwerfern samt Kurvenlicht für 990 Euro. Wer allerdings clever ist, greift zu dem derzeit erhältlichen Sondermodell „Roland Garros“, daß auf dem „Allure“ basiert und als vergleichbares Modell einen Kundenvorteil von rund 2.000 Euro bietet. Das gesparte Geld kann man dann getrost in einen Wochenendtrip mit Wellnessbehandlung investieren.

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