Citroen Mehari 2016 – Elektrisierendes Erlebnis

Citroen E-Mehari
Spaß für vier.Citroens neuer Aufreger

Überraschung aus Frankreich. In einer Stückzahl von nur 1.000 Fahrzeugen legt Citroen den Plastikrenner Mehari neu auf. Doch Citroen wäre nicht Citroen, wenn der Mehari 2016 nicht extrem abgefahren wäre. Angetrieben wird das knuddelige Plastikmobil nämlich von einem Elektromotor. Die Ingenieure nahmen sich den 1968 erstmals vorgestellten Ur Mehari zum Vorbild und ließen so ziemlich alles an dem Auto weg, was man zum Fahren nicht unbedingt benötigt. So geriet das Stoffdach extrem puristisch und auch einen Airbag sucht man an dem Mobil vergebens. Die geringe Stückzahl, deretwegen das viersitzige Mobil auch nicht den Crashvorschriften genügen muss, macht den E-Mehari bereits heute zu einem Sammlerstück. Der Preis von 27.000 Euro dürfte daher nur auf dem Papier Bestand haben, denn die ersten Sammler zahlen bereits Liebhaberpreise.

Citroen Mehari
Der Vorgänger war seinerzeit ein beliebter Strandwagen

Ein Spanier für alle Fälle

Ein Spanier für alle Fälle

 

Seat Ateca
Dynamischer Schick Seat Ateca

 

 

SEAT will mit dem neuen Ateca den SUV Markt von hinten aufrollen. Hat der Spanier Erfolgsaussichten?

 

Ja, so ein SUV ist schon etwas Feines. Wenn die Dinger nur nicht immer so klobig und hässlich wären- Die meisten zumindest. Denn wenn man sich umschaut ist der Geländewagen doch entweder so ein Männerding oder aber irgendwie rundgelutscht. Was fehlt ist einer mit Chiq und Charme. Einer, der nicht nach Testosteron und bitte nicht nach Old Spice riecht. Sie ahnen, was ich meine?

 

 

Schick in Schale

 

Seat hat unser Problem erkannt und kleidet einen SUV so ein, wie Frau sich das vorstellt. Heiße Optik, gepaart mit praktischen Elementen, denn deswegen wollen wir ja gerade so einen SUV. Weil er so herrlich unkompliziert ist. Hohes Einsteigen erleichtert die tägliche Routine ungemein, ein Riesen Kofferraum ist prima zum Shoppen oder für den Buggy der Lütten und wenn sich die Kofferraumklappe dann auch noch per Fußkick elektrisch öffnen lässt- Super! Nur, warum kann ich die Schließfunktion eigentlich nicht aus dem Innenraum oder am Schlüssel bedienen? Und was, liebe Seat –Leute, soll die riesen Stufe im Kofferraum, wenn die Rückbank umgelegt ist? Das ist ein leichter Fauxpass. Macht aber nichts, solange der Seat in so coolem Look durch die Gegend rollt.

Seat Ateca aussen

Bonjour Tristesse

 

Innen ist es dann vorbei mit der modischen Herrlichkeit. Immer dieses schwarz-grau in den Autos. Mehr Mut zur Farbe und etwas weniger Plastik wäre toll. Selbst die Dekorleisten sind aus grauem Kunststoff. Liebevolle Details? Fehlanzeige. Der blinkende Startknopf reißt es da nicht raus. Dafür sitzt alles perfekt und funktioniert tadellos. Alles, bis auf das Navi- das ist von vorgestern und im Stadtverkehr eine echte Nervensäge, da es stets einen Tuck zu spät „on the road“ ist. Warum, liebe Seat Ingenieure baut ihr so etwas noch ein? Wollt Ihr die alten Zeiten aufleben lassen, wo die Ehekrise bereits am ersten Autobahnkreuz begann? Achja, Krise- die Sitze sind auch nicht so toll. Die Beinauflage für Elfen, wie mich ist etwas kurz und die Machart der Bezüge doch arg preiswert. Eine schöne Doppelnaht und etwas bessere Bezugsqualität wäre schon schön. Und wo wir schon beim meckern sind: Eine Schublade für Schuhe wäre toll, ein paar Taschenhalter im Kofferraum praktisch und eine Steckdose für die Kühlbox auch. Aber das nur am Rande.

Seat Ateca innen

Kreuz und quer

 

Nicht ganz unwichtig, wie geht der Seat denn nun? Ziemlich gut, wenn man den Diesel mit Automatik wählt. 190 PS, das passt und macht so manchen Überholvorgang möglich, bei dem andere passen müssen. Etwas unglücklich: die Automatik ist manchmal in einem zu hohen Gang, dann muss man ziemlich viel Gas geben, um vorwärts zu kommen und das ist dann gleich wieder soviel zuviel, dass man bremsen muss, will man nicht unfreiwillig Kontakt mit dem Vordermann haben. Aber mit dieser Macke kann man leben, genauso, wie mit dem Verbrauch. Mit 6 Liter kommt man hin, mehr wird es nur, wenn man mit 200 km/h über die Autobahn düst. Man kann aber auch die Abkürzung durchs Dickicht nehmen. Denn der Seat hat bei Bedarf einen Allradantrieb, sowie allerlei Geländefunktionen. Denn dafür, dass man im Gelände keinen Profi mehr an seiner Seite braucht, dafür sorgt die Elektronik. Einfach je nach Fahrbahnbeschaffenheit das richtige Programm gewählt und der Seat ist optimal für den Untergrund gerüstet. Er meistert dabei Steigungen, die wir zumindest mit Pumps kaum erklimmen könnten und wenn es steil bergab geht, dann bremst er alleine. Achja, parken kann er auch von selbst – längs und quer.

Seat Ateca
Auch im Gelände gut in Form. Seat Ateca.

Was kostet der Spaß

 

Billig ist der Seat nicht- aber preiswert. Ab 19.900 Euro geht es ab Anfang Juli los und wer schon mal gucken will, wie das Handschuhfach aufgeht oder man den Sitz verstellen kann, der kann bei Seat einen schnuckeligen online Vorführmann per Lifestream für sich ackern lassen- Tag und Nacht, ein Klick genügt.

Seat Ateca
Knackiger Hintern. Der Seat Ateca

Fazit: Der Seat ist ein Prima Alltagskumpel und der erste Offroader aus dem VW-Konzern mit richtig viel Stil. Die paar praktischen Macken nehmen wir gerne in Kauf, solange ein Almödi sooo cool aussieht. Der stärkste Motor muss es übrigens nicht sein, schon der 150 PS Diesel ist ausreichend.

 

 

 

Seat Ateca: Technische Daten

 

Motoren:

 

Benziner: 1,0 – 1,4 Liter , 115-150 PS

Diesel: 1,6-2,0 Liter TDI, 115-190 PS

Getriebe: Sechsgang-Schaltgeriebe, Sechs/Siebengang-DSG optional, Allradantrieb nur bei 150 PS und 190 PS.

Karosserie: 4363/1841/1601 mm, Radstand : 2638 mm, Anhängelast:

Tankinhalt : 50 Liter

Markteinführung : 02.07.2016

Audi A3 Upgrade – Die neue Bescheidenheit

Audi A3 Upgrade – Die neue Bescheidenheit

 

Audi A3 Cabriolet

 

 

Mit erweiterter Elektronik und neuen Motoren macht Audi den A3 fit für die zweite Halbzeit. Erstmals ist nun auch ein Dreizylinder im Angebot.

 

Der Audi A3 ist für die Ingolstädter eine sichere Bank. Seit das Modell erstmals 1996 zu den Kunden kam, läuft der Verkauf des Golf Derivats rund. War bei dem Modell der ersten Generation die Auswahl noch auf eine Karosserieform beschränkt, gibt es aktuell gleich vier Versionen des kompakten Ingolstädters. Neben dem klassischen Schrägheckmodell, wahlweise mit drei oder fünf Türen, parkt der A3 entweder als Limousine, als Cabriolet oder als Pseudo Kombi Sportback vor der Haustür.

 

Karosserie mit Retuschen

 

An dieser Aufteilung hält Audi auch für die nun überarbeitete Version des A3 fest, bietet aber ab Juni das Modell mit einer deutlichen optischen Auffrischung an. So erfolgten die Retuschen an Front und Heck, allerdings ohne das Vormodell über Nacht zu einem alten Auto werden zu lassen. Doch bei aller Bescheidenheit: Die Überarbeitung der Karosserie bietet auch einen handfesten Mehrwert, denn nun gehört bei allen A3 Modellen das Bi-Xenon-Licht zum Serienumfang, während es gegen Mehrpreis ein Matrix – LED Licht (900 Euro Aufpreis) für besonders guten Durch- und Ausblick gibt. Die Heckleuchten erhielten ebenfalls ein Update , sind gegen Mehrpreis in LED Ausführung zu haben und passen sich mit dem dynamischen Blinklicht dem aktuellen Lichtdesign der Audipalette an.

Das dynamische Blinklicht gibt es gegen Aufpreis.
Das dynamische Blinklicht gibt es gegen Aufpreis.

Neuer Innenraum

 

Wesentlich intensiver widmete man sich in Ingolstadt dem Innenraum des Kompakten. Das wuchtige Armaturenbrett des Vormodells wurde gegen das des Audi A1 eingetauscht. Damit hat der A3 nun auch die Turbinen artige Luftdüsen, einen nahezu lautlos hervorsirrender Navigations – Bildschirm (910 Euro Aufpreis) und die auch aus dem Audi TT bekannte Leiste mit zahlreichen Tasten. Doch es geht noch mehr: Etwa mit dem schon aus dem Audi A4 bekannte virtuellem TFT-Cockpit (ab 310 Euro Aufpreis), was neben Informationen über das Fahrzeug, die Fahrt oder das Musikprogramm natürlich auch die Navigationskarte wiedergibt. Alles frei konfigurierbar und einwandfrei ablesbar. Nur braucht man solche Extras in einem Kompaktwagen? Die Frage muss sich jeder selbst beantworten und wer sich einmal im Leben fühlen möchte, wie einst Captain Kirk, dem sei dieses Extra empfohlen. Doch auch für all die anderen bietet der neue A3 viele interessante Individualisierungsmöglichkeiten. Audi setzt auf verstärkte Verbindung via Internet zur Außenwelt, etwa durch eine vorinstallierte SIM-Karte im Fahrzeug, die die Nutzung der Online-Welt erlaubt . Damit die Fahrt vor lauter Drücken und Drehen an den Tasten nicht im Graben endet, haben die Ingolstädter die Assistenzsysteme überarbeitet und bieten nun alle Systeme (u.a. einen Stauassistenten) aus den größeren Modellen auch im Kompaktsegment an. In Sachen Komfort gibt es ebenfalls einen Nachschlag: Eine separate Ladeschale für induktives Laden des Handys schickt das Ladekabel in Rente.

Audi A3 Innenraum

 

Aktualisiertes Motorenprogramm

 

Die wohl meiste Arbeit investierte Audi allerdings in die Überarbeitung der Antriebe. So dürfte dann vor allem der erstmals zum Einsatz kommende Einstiegsmotor für das meiste Interesse der Kunden sorgen. Statt dem 1,2 Liter Vierzylinder Turbomotor mit 120 PS sorgt nun ein 1,0 Liter Dreizylinder Turbobenziner mit 115 PS für Vortrieb. Allerdings nur in bescheidenem Rahmen, denn zumindest in Verbindung mit dem optionalen 7-Gang DSG-Getriebe kann der bei höheren Drehzahlen laut schnatternde Antrieb kaum überzeugen. Das Ansprechverhalten beim spontanen Gasgeben ist zu lahm, der Motor dreht recht unwillig aus und die Geräuschkulisse will so gar nicht zu dem noblen Audi passen. Kurzum, man hat stets das Gefühl von dem was es ist: zu kleiner Motor in zu großem (und schwerem) Auto. Dann besser die zweite überarbeitete Version wählen: Den 2,0 Liter Benziner mit veritablen 190 PS. Mit ihm macht der Audi den erwarteten Fahrspaß, ist souverän motorisiert und wird im täglichen Umgang auch nicht zum Säufer. Rund 6,8 Liter sind für das Gebotene ein faires Ergebnis. Das es an der Spitze des Programms dann für den Audi S3 noch 10 zusätzliche PS gab, ist vermutlich eher eine Randnotiz, genauso, wie die Tatsache, dass Audi Fahrwerk und Lenkung noch einmal überarbeitet hat. Nötig war das freilich kaum, denn schon das Vormodell war in dieser Beziehung keinesfalls ein Problemfall.

2.0 liter Turbomotor
Der 2,0 Liter Turbomotor ist die beste Wahl.

Lockvogel Angebot

 

Dank des neuen 1,0 Liters Benziners gestaltet sich der Einstieg in den Audi A3 nun auf den ersten Blick besonders günstig. 23.300 Euro für den Dreitürer klingen zunächst verlockend, bis man die Preisliste und den Schlüssel für den Vorführwagen in den Händen hält. Denn dann entdeckt man zum einen die schon beschriebene Schwäche des Einstiegsmotors und zum anderen die Tatsache, dass für all die schönen Dinge im A3 auch kräftig die Kasse klingeln soll. Und so wird auch künftig kaum ein A3 unter 30.000 Euro die Hallen in Ingolstadt verlassen und die propagierte neue Bescheidenheit wieder einmal ad absurdum geführt.

 

Fazit: Die Überarbeitung macht den Audi A3 fit für die nächsten Jahre. Doch der Fortschritt ist nicht so revolutionär, als dass man mit dem alten Modell nicht auch noch leben könnte. Angesichts des wenig überzeugenden 1,0 Liter Einstiegsmotors könnte deshalb der Kauf eines 1,2 TFSI des alten Modells eine lohnende Alternative sein.

 

 

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